Wenn Eltern die Kraft ausgeht - Burnout rechtzeitig erkennen und vorbeugen
[26.02.2010]
Altenburg. Frau Meyer meldet sich in der Beratungsstelle an. Sie hat das Gefühl, mit Ihren Kindern (Lucas 5 und Philipp 7 Jahre) nicht mehr zurechtzukommen.
Herr Meyer arbeitet viel und ist nur am Wochenende zu Hause. Frau Meyer arbeitet als Arzthelferin, hat einen weiten Arbeitsweg. Meist holt sie die Kinder erst spät ab. Noch schnell einkaufen, Essen machen, Hausaufgaben kontrollieren, Arzttermine, Behördengänge, Sportverein des Kleinen, Musikschule des Großen. Sind die Kinder im Bett, wartet noch der Haushalt. Seit kurzem weint Lucas morgens, wenn er in den Kindergarten soll und klammert sich an die Mutter und Philipp klagt „Nie spielst du mit mir“. Sie selbst hat das Gefühl nur noch zu meckern und Forderungen zu stellen.
Irgendwie wollte sie das Alles besser machen, immer öfter glaubt sie eine schlechte Mutter zu sein. Sie vermisst Anerkennung sowohl im Beruf als auch zu Hause.
Abends schläft sie vor dem Fernseher ein, liegt nachts aber wach und macht sich Gedanken, wie sie alles am nächsten Tag schaffen kann. Morgens fühlt sie sich schon erschöpft. In letzter Zeit weint sie oft und fragt sich, ob das alles noch Sinn macht. Sie klagt über Rückenschmerzen. Ihre Ärztin hat erhöhten Blutdruck festgestellt. In den Gesprächen mit der Psychologin der Beratungsstelle wurde ihr klar, das sie ihre eigenen Bedürfnisse nicht mehr wahrnimmt und alle Symptome eines so genannten Burnout zeigt.
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Die Beratung half Frau Meyer ihre Ressourcen wieder zu entdecken. Im Gespräch wurden ihr ihre hohen Ansprüche bewusst. Sie lernte zu unterscheiden, was für sie selbst wichtig ist, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und auch mal „Nein“ zu sagen. Inzwischen schätzt sie das autogene Training als Entspannungsmethode, lässt ab und zu den Haushalt liegen, um stattdessen wie früher einmal die Woche im Chor zu singen. Demnächst sollen familientherapeutische Gespräche gemeinsam mit ihrem Ehemann folgen.
Was versteht man unter "Burnout"
Unter Burnout versteht man eine totale körperliche und seeliche Erschöpfung.
Die Betroffenen sind nicht mehr in der Lage, sich zu erholen. Sie reagieren häufig gereizt oder aggressiv. Es dominieren Gefühle von Niedergeschlagenheit, Hilflosigkeit und Traurigkeit – häufig begleitet von Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen, Herzrasen und Rückenschmerzen bis hin zu Depressionen und Ängsten. Besonders häufig betroffen sind sehr leistungsorientierte Menschen. In der heutigen Zeit ist es immer mehr ein Spagat, Familie und Beruf zu vereinbaren.
Mangelnde familiäre Unterstützung, zunehmender Druck auf dem Arbeitsmarkt und gleichzeitig hohe Ansprüche, allen Erwartungen gerecht zu werden, stellen ein erhöhtes Burnout-Risiko dar.
Sozialpädagogisch-Psychologische Beratungsstelle
Herr Meyer arbeitet viel und ist nur am Wochenende zu Hause. Frau Meyer arbeitet als Arzthelferin, hat einen weiten Arbeitsweg. Meist holt sie die Kinder erst spät ab. Noch schnell einkaufen, Essen machen, Hausaufgaben kontrollieren, Arzttermine, Behördengänge, Sportverein des Kleinen, Musikschule des Großen. Sind die Kinder im Bett, wartet noch der Haushalt. Seit kurzem weint Lucas morgens, wenn er in den Kindergarten soll und klammert sich an die Mutter und Philipp klagt „Nie spielst du mit mir“. Sie selbst hat das Gefühl nur noch zu meckern und Forderungen zu stellen.
Irgendwie wollte sie das Alles besser machen, immer öfter glaubt sie eine schlechte Mutter zu sein. Sie vermisst Anerkennung sowohl im Beruf als auch zu Hause.
Abends schläft sie vor dem Fernseher ein, liegt nachts aber wach und macht sich Gedanken, wie sie alles am nächsten Tag schaffen kann. Morgens fühlt sie sich schon erschöpft. In letzter Zeit weint sie oft und fragt sich, ob das alles noch Sinn macht. Sie klagt über Rückenschmerzen. Ihre Ärztin hat erhöhten Blutdruck festgestellt. In den Gesprächen mit der Psychologin der Beratungsstelle wurde ihr klar, das sie ihre eigenen Bedürfnisse nicht mehr wahrnimmt und alle Symptome eines so genannten Burnout zeigt.
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Die Beratung half Frau Meyer ihre Ressourcen wieder zu entdecken. Im Gespräch wurden ihr ihre hohen Ansprüche bewusst. Sie lernte zu unterscheiden, was für sie selbst wichtig ist, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und auch mal „Nein“ zu sagen. Inzwischen schätzt sie das autogene Training als Entspannungsmethode, lässt ab und zu den Haushalt liegen, um stattdessen wie früher einmal die Woche im Chor zu singen. Demnächst sollen familientherapeutische Gespräche gemeinsam mit ihrem Ehemann folgen.
Was versteht man unter "Burnout"
Unter Burnout versteht man eine totale körperliche und seeliche Erschöpfung.
Die Betroffenen sind nicht mehr in der Lage, sich zu erholen. Sie reagieren häufig gereizt oder aggressiv. Es dominieren Gefühle von Niedergeschlagenheit, Hilflosigkeit und Traurigkeit – häufig begleitet von Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen, Herzrasen und Rückenschmerzen bis hin zu Depressionen und Ängsten. Besonders häufig betroffen sind sehr leistungsorientierte Menschen. In der heutigen Zeit ist es immer mehr ein Spagat, Familie und Beruf zu vereinbaren.
Mangelnde familiäre Unterstützung, zunehmender Druck auf dem Arbeitsmarkt und gleichzeitig hohe Ansprüche, allen Erwartungen gerecht zu werden, stellen ein erhöhtes Burnout-Risiko dar.
Sozialpädagogisch-Psychologische Beratungsstelle