Landrätin Sojka zur Kreisfreiheit Geras und zum Kreisstadtstatus Altenburgs: „Ich freue mich, dass unsere Argumente überzeugt haben“

[19.04.2017]

Altenburg. Während einer Pressekonferenz hat Innenminister Dr. Holger Poppenhäger heute seine modifizierten Pläne zur Kreisgebietsreform vorgestellt. Diese sehen vor, dass Gera kreisfrei bleibt. Altenburg soll Kreissitz des neuen ostthüringischen Landkreises, bestehend aus dem Landkreis Greiz und dem Altenburger Land, werden. „Mit großer Freude und Erleichterung sehe ich mich darin bestätigt, dass es sich lohnt, beharrlich an einer Sache dran zu bleiben. Ich freue mich, dass unsere Argumente offensichtlich überzeugt haben“, so Landrätin Michaele Sojka, die sich schon lange vehement für Altenburg als Kreissitz einsetzt.

Das Hauptverwatlungsgebäude des Landratsamtes in Altenburg „Ich bin der festen Überzeugung, dass die Bewahrung der Kreisfreiheit für Gera der Grundstein für eine wirtschaftlich dynamische Entwicklung des Oberzentrums in Ostthüringen ist“, führt Sojka weiter aus und fügt an: „Die ursprünglich beabsichtigte Einkreisung hätte höchstwahrscheinlich zu einer weiteren Entmutigung der örtlichen Akteure geführt. Die Zukunft der Stadt liegt nun weiterhin in ihren eigenen Händen.“ Vor allem durch die Duale Hochschule und attraktive Flächen in Autobahnnähe habe Gera gute Entwicklungschancen.

„Und natürlich bin ich froh, dass mit dieser Entscheidung die Kreisstadtfrage pro Altenburg auch als entschieden betrachtet werden kann“, sagt die Landrätin. „Eine Verlagerung der Kreisverwaltung aus Altenburg nach Gera hätte für die Stadt Altenburg schlimme Folgen gehabt, nicht zuletzt den perspektivischen Leerstand der historisch wertvollen Bausubstanz unserer Verwaltungsgebäude“, fährt sie fort und ergänzt: „Für den neuen Landkreis hätte es zusätzliche erhebliche Kosten bedeutet, weil eine Immobilie in Gera erst hätte gekauft oder gemietet werden müssen – diese Verschwendung von Steuergeldern hätte zudem für die Geraer Bürger keinen Mehrwert im Sinne Bürgernähe gebracht, weil nahezu alle bürgernahen Verwaltungsleistungen ohnehin vom Rathaus angeboten werden.“

Sojka weiter: „Ich freue mich, dass die künftigen Kreistagssitzungen des neuen ‚Osterlandkreises‘ – wie ich ihn nennen würde – künftig im schönsten Sitzungssaal Ostthüringens, dem Landschaftssaal unseres Hauptverwaltungsgebäudes in Altenburg, stattfinden sollen.“

„Über die weitsichtige und kluge Entscheidung von Minister Dr. Holger Poppenhäger bin ich sehr froh, denn so wird auch die besondere Lage Altenburgs gestärkt: Wir liegen zwar im östlichsten Teil Thüringens aber inmitten der Metropolregion Mitteldeutschland mit Städten wie Leipzig, Jena, Chemnitz und Zwickau“, bemerkt Sojka abschließend.

Tom Kleinfeld
Öffentlichkeitsarbeit

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