Museumsdirektor Dr. Roland Krischke ein Jahr im Amt: Sanierung des Lindenau-Museums ist vordergründiges Ziel

[30.11.2017]

Altenburg. Vor gut einem Jahr, am 1. November 2016, trat Dr. Roland Krischke sein Amt als neuer Direktor des Lindenau-Museums an. Vor wenigen Tagen zog er im Rahmen eines Pressegespräches Bilanz.

Museumsdirektor Dr. Roland Krischke Das Lindenau-Museum, konstatierte Krischke, habe sich 2016 nach turbulenten Jahren in einer schwierigen Phase befunden. Das wichtigste Ziel für die kommenden Jahre sei die geplante Sanierung des Museums mit einer Neupräsentation der Sammlungen und der Bezug eines zweiten Gebäudes im Herzoglichen Marstall, wo die Grafische Sammlung, Mitarbeiterbüros und – gemeinsam mit dem Schloss- und Kulturbetrieb – ein Schaudepot, Werkstätten und Depots eingerichtet werden sollen.

Das gesamte Szenario des Aufbruchs in eine neue Zeit für die Altenburger Museumslandschaft und den Kulturstandort Altenburg wurde unter dem Titel „Der Leuchtturm an der Blauen Flut – Das neue Lindenau-Museum und die Altenburger Trümpfe“ im Frühjahr der Öffentlichkeit vorgestellt. Damit war ein Startschuss für vielfältige Diskussionen mit dem Landkreis Altenburger Land als Träger des Museums, mit dem Freistaat Thüringen als bedeutendem Zuwendungsgeber, aber auch mit der Stadt Altenburg und nicht zuletzt dem Bund gegeben. Diese Gespräche machen einen wichtigen Teil der Arbeit des Direktors aus, der sich zusätzlich um die weitere Vernetzung des Hauses mit Institutionen in Thüringen, in der Europäischen Metropolregion und im Bund bemüht. „Es kann“, so Roland Krischke, „im Augenblick nicht darum gehen, auf kurzfristige Erfolge durch zeitintensive Highlights zu setzen, deren Wirkung nach kurzer Zeit verpufft. Wir sind um Nachhaltigkeit bemüht, um dauerhaft die Zukunft des Lindenau-Museums zu sichern, um die einzigartigen Sammlungen zeitgemäß und barrierefrei zu präsentieren bzw. in modernen Depots zeitgemäß unterzubringen. Nach der Eröffnung des neuen Lindenau-Museums, das dann endlich auch klimatisch den internationalen Anforderungen entspricht, werden wir vermehrt Ausstellungen zeigen, die ein überregionales Publikum anziehen und der Museumslandschaft Altenburg einen neuen Stellenwert geben. Hierbei arbeiten wir mit unseren Partnern in Altenburg eng zusammen.“

Das zurückliegende Jahr war dennoch reich an Ausstellungen, unter denen Krischke die Präsentation „Altenbourg in Altenburg“ hervorhob, aber auch die durchaus auch politisch bedeutsame Präsentation „Palmyra – Zerstörte Erinnerung“, die erste Ausstellung, die Krischke selbst für das Lindenau-Museum konzipierte. Zudem erinnerte Krischke auch an die gerade zu Ende gegangene Ausstellung „Altenburger Trialog“, in der sich zehn junge Künstler aus Weimar in einem „Gastspiel junger Kunst“ mit 18 Objekten in den drei Altenburger Museen auseinandergesetzt hatten.

Für die intensive wissenschaftliche Arbeit des Museums, zu der auch mehrere Kataloge und andere Publikationen gehörten, sei die Neueinstellung von Dr. Benjamin Rux als Kurator für Gemälde und die Grafische Sammlung ganz wichtig gewesen. Unter den zahlreichen Veranstaltungen des Jahres stach neben der Museumsnacht und zahlreichen Führungen, Konzerten, Lesungen und anderen Abendveranstaltungen die sechste mäzenatische Aktion PRO LINDENAU hervor, die am 21. Oktober mit großem Erfolg für das Museum über die Bühne ging. Es konnten fast 25.000 Euro durch den Förderkreis an Spendengeldern für den Ankauf von Kunst für das Lindenau-Museum erworben werden. Dr. Roland Krischke hob außerdem die engagierte Arbeit des Studios Bildende Kunst und der Museumspädagogik hervor, die weit und breit ihresgleichen suche.

Zum Abschluss warf Krischke noch einen Blick auf das Jahr 2018, in dem neben den Bemühungen für ein neues Lindenau-Museum auch ein engagiertes Programm mit u. a. acht Sonderausstellungen stehe. Besonders hervorzuheben sei eine Präsentation in der wieder aufgenommenen Reihe „Altenbourg im Dialog“ mit dem Thema Rolf Szymanski, die in Zusammenarbeit mit mehreren bedeutenden privaten Sammlungen ab März 2018 zu sehen sei. Im Sommer werde eine Ausstellung über Gerhard Kurt Müller diesen bedeutenden Vertreter der „Leipziger Schule“ in einer umfassenden Retrospektive würdigen. Im Herbst dann werde sich das Museum dann einem ureigenen Thema zuwenden und die Geschichte der Lindenau'schen Kunstschule erzählen.

„Für mich persönlich ist die Arbeit im Lindenau-Museum ein Geschenk. Ich lerne täglich dazu und bin von Kolleginnen und Kollegen umgeben, die genauso wie ich für das Museum brennen. Mit Blick auf unsere Bemühungen für eine Sanierung und eine Erweiterung des Museums bin ich optimistisch, dass die intensiven Gespräche mit dem Freistaat Thüringen zu einem guten Ergebnis führen werden. Es gibt niemanden, der die bedeutende Rolle des Lindenau-Museums als kultureller Leuchtturm im Osten Thüringens bezweifelt und der nicht weiß, dass wir endlich ans Werk gehen müssen, um dem Museum eine neue Strahlkraft zu verleihen.“

Angelika Wodzicki, Jana Fuchs

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