Starke Verwehungen und Technikausfälle
[23.01.2011]
Kreisstraßenmeisterei erledigt Winterdienst auf 271 Kilometern Straßen im Altenburger Land
So viel Schnee wie im Dezember 2010 gab es im Altenburger Land seit vielen Jahren nicht mehr. Auch für die Kreisstraßenmeisterei des Landkreises war dies mit gewaltigen Anstrengungen verbunden. Die 16 Mitarbeiter sind für die Räumung von 216 Kilometern Kreisstraße, einschließlich 63 Kilometern Ortsdurchfahrten sowie weiteren 55 Kilometern von Städten und Gemeinden im Altenburger Land zuständig. Über die Herausforderungen der letzten Wochen, die Organisation des Winterdienstes und warum der Schnee gerade auf Kreisstraßen besonders lange liegt, dazu sprach Amtsblatt-Redakteurin Silke Manger mit dem Technischen Werkleiter des Dienstleistungsbetriebes Abfallwirtschaft/Kreisstraßenmeisterei des Landkreises (DbAK), Frank Schmutzler.Gab es in Ihrer Zuständigkeit Straßen, die bei einer extremen Wetterlage, z. B. am 16. Dezember 2010, besondere Probleme bereitet haben?
Bei Dauerschneefall räumen wir die Kreisstraßen pro Tag 4- bis maximal 6-mal. Bei außergewöhnlichen Wetterlagen wie im Dezember ist es aufgrund von Technikausfällen vorgekommen, dass einige Straßen nur einmal beräumt wurden. Wenn wir feststellen, dass wir mit unseren Fahrzeugen Strecken nicht mehr geräumt bekommen, dann aktivieren wir sofort unsere vertraglich gebundenen Firmen. Diese sitzen meist vor Ort und können sofort eingreifen. Diese Firmen, darunter Landwirtschaftsbetriebe, Baufirmen und Dienstleistungsunternehmen, räumen dann ihre vertraglich gebundenen Streckenabschnitte regelmäßig meist in der Zeit von 22 abends bis 4 Uhr morgens, aber auch darüber hinaus. So konnte beispielsweise die Kreisstraße zwischen Wildenbörten und Dobra in einem befahrbaren Zustand gehalten werden. Allein hier hat eine Fremdfirma vom 2. bis 25. Dezember 2010 für die Räumung und Freihaltung 30 Stunden erbracht. Deshalb gilt an dieser Stelle nicht nur meinen Mitarbeitern, sondern auch diesen 14 Firmen im gesamten Landkreis mein ganz besonderer Dank.
Bei Dauerschneefall räumen wir die Kreisstraßen pro Tag 4- bis maximal 6-mal. Bei außergewöhnlichen Wetterlagen wie im Dezember ist es aufgrund von Technikausfällen vorgekommen, dass einige Straßen nur einmal beräumt wurden. Wenn wir feststellen, dass wir mit unseren Fahrzeugen Strecken nicht mehr geräumt bekommen, dann aktivieren wir sofort unsere vertraglich gebundenen Firmen. Diese sitzen meist vor Ort und können sofort eingreifen. Diese Firmen, darunter Landwirtschaftsbetriebe, Baufirmen und Dienstleistungsunternehmen, räumen dann ihre vertraglich gebundenen Streckenabschnitte regelmäßig meist in der Zeit von 22 abends bis 4 Uhr morgens, aber auch darüber hinaus. So konnte beispielsweise die Kreisstraße zwischen Wildenbörten und Dobra in einem befahrbaren Zustand gehalten werden. Allein hier hat eine Fremdfirma vom 2. bis 25. Dezember 2010 für die Räumung und Freihaltung 30 Stunden erbracht. Deshalb gilt an dieser Stelle nicht nur meinen Mitarbeitern, sondern auch diesen 14 Firmen im gesamten Landkreis mein ganz besonderer Dank.
Probleme gab es in den letzten Wochen auch mit zu viel Schnee, der in den Straßen der Städten und Gemeinden liegt. Wer ist dafür verantwortlich?
Die Arbeit der Kreisstraßenmeisterei bezieht sich auf das Räumen und Streuen der vertraglich gebundenen Ortsdurchfahrten im Zuge von Kreisstraßen in den Städten und Gemeinden. Ein Beseitigen der Randwelle innerhalb der Ortslagen ist nicht Bestandteil unserer Verträge. Dies ist eine Reinigungsaufgabe, die gemäß Thüringer Straßengesetz bzw. laut den örtlichen Satzungen in der Verantwortung der einzelnen Städte und Gemeinden liegt.
Die Arbeit der Kreisstraßenmeisterei bezieht sich auf das Räumen und Streuen der vertraglich gebundenen Ortsdurchfahrten im Zuge von Kreisstraßen in den Städten und Gemeinden. Ein Beseitigen der Randwelle innerhalb der Ortslagen ist nicht Bestandteil unserer Verträge. Dies ist eine Reinigungsaufgabe, die gemäß Thüringer Straßengesetz bzw. laut den örtlichen Satzungen in der Verantwortung der einzelnen Städte und Gemeinden liegt.
Immer wieder gibt es auch die Frage, warum der Schnee bzw. das Schneemehl auf den Kreisstraßen besonders lange liegt?
Das ist vor allem dem zu geringen Verkehrsaufkommen auf den Kreisstraßen geschuldet. Das Feuchtsalz, welches wir zum Streuen einsetzen, hat die Aufgabe, den Schnee bzw. das Eis auf den Straßen aufzutauen. Dieser chemische Prozess kann nur dann wirken, wenn die physikalischen Voraussetzungen wie Wärme oder Reibung vorhanden sind. Da das Verkehrsaufkommen auf den Kreisstraßen zu niedrig ist, kommt dieser chemische Prozess nur schwer in Gang.
Vielen Dank für das Interview!
Das ist vor allem dem zu geringen Verkehrsaufkommen auf den Kreisstraßen geschuldet. Das Feuchtsalz, welches wir zum Streuen einsetzen, hat die Aufgabe, den Schnee bzw. das Eis auf den Straßen aufzutauen. Dieser chemische Prozess kann nur dann wirken, wenn die physikalischen Voraussetzungen wie Wärme oder Reibung vorhanden sind. Da das Verkehrsaufkommen auf den Kreisstraßen zu niedrig ist, kommt dieser chemische Prozess nur schwer in Gang.
Vielen Dank für das Interview!