Ein STROMOS mischt den Fuhrpark auf
[17.04.2012]
Ein Neuling ist Anfang April im Fuhrpark des Landratsamtes Altenburger Land angekommen. Die rund 30 Fahrzeuge der Dienstflotte, zumeist Autos vom Typ VW Polo, haben mit dem Elektroauto STROMOS Verstärkung bekommen. Dirk Fräger, Geschäftsführer der FRÄGER Antriebstechnik GmbH, hatte das Fahrzeug zu Testzwecken an Landrat Sieghardt Rydzewski übergeben.
Symbolische Übergabe des Zündschlüssels von Geschäftsführer Dirk Fräger (rechts) an Landrat Sieghardt Rydzewski
In den kommenden drei Monaten wollen die Mitarbeiter das Auto auf seine Alltagstauglichkeit testen. Gebaut wird der STROMOS von der German E-Cars GmbH, einem Tochterunternehmen der FRÄGER GmbH, die in Altenburg die Antriebsstränge für das Elektroauto produziert.
Kompakt, wendig, sehr leise und vor allem umweltfreundlich - so kommt der STROMOS daher, den Marco Kersten, Mitarbeiter im Landratsamt, seit einigen Tagen über die Straßen des Altenburger Landes lenkt. „Mit voll aufgeladener Batterie schafft das Auto etwa 120 Kilometer am Tag“, schätzt Marco Kersten nach den ersten zwei Testwochen ein, in denen er größtenteils im Stadtgebiet unterwegs war oder zwischen Altenburg und Schmölln pendelte.
Mitarbeiter Marco Kersten vom Fachdienst Zentrale Dienste des Landratsamtes
„Vom Fahrverhalten her merkt man keinen Unterschied zu einem Benzin- oder Dieselfahrzeug“, erklärt er weiter. „Über Nacht wird das Fahrzeug einfach an eine ganz normale 220-Volt-Steckdose angesteckt und nach ca. 6 Stunden Ladezeit ist die Batterie wieder voll.“ Gewöhnungsbedürftig und sicher auch nicht ganz ungefährlich ist das leise Motorengeräusch des STROMOS. „Für Fußgänger ist das Auto kaum zu hören“, beschreibt Marco Kersten die ungewohnte Situation. In den kommenden Wochen wird akribisch Fahrtenbuch geführt, damit nach der Testphase genau ausgewertet werden kann, welche Vorteile das Elektroauto wirklich bringt.
Die Endlichkeit fossiler Energieträger und die Umstellung auf erneuerbare Energien finden im Altenburger Land bereits seit einigen Jahren Berücksichtigung. Schon jetzt liegt der Anteil erneuerbarer Energien im Landkreis bei rund 40 Prozent. Auch alternative Antriebssysteme für Kraftfahrzeuge zu nutzen, ist aufgrund der weltweit vermehrten CO2-Ausschüttung eine logische Konsequenz.
Jana Fuchs
Fachdienst Öffentlichkeitsarbeit
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