Ist Frieden Utopie?

Dienstag, 22. März 2022
A. R. Penck, Frieden ist Utopie, nach 1970, Lindenau-Museum Altenburg, VG Bildkunst, Bonn, 2022
A. R. Penck, Frieden ist Utopie, nach 1970, Lindenau-Museum Altenburg, VG Bildkunst, Bonn, 2022 • © A. R. Penck, Frieden ist Utopie, nach 1970, Lindenau-Museum Altenburg, VG Bildkunst, Bonn, 2022

Für die um 1900 geborene Generation war anhaltender Frieden eine in weiter Ferne liegende Vorstellung. Ob als Soldaten, Mütter, Waisenkinder oder Heimatvertriebene: Viele Künstlerinnen und Künstler erlebten die Schrecken der beiden Weltkriege im vergangenen Jahrhundert aus nächster Nähe mit. Für alle stellten die Kriege Katastrophen dar, die sich nie wiederholen durften. In der Kunst fanden sie ein Mittel, um Traumata und Erschütterungen zu verarbeiten. Andere verstanden ihre Erfahrungen als Auftrag, mit ihrer Arbeit gegen neue Kriege wie den Vietnamkrieg zu protestieren oder entschieden für den Frieden Partei zu ergreifen. Auch, indem sie für das unsagbare Leid der Kriegsopfer und Geflüchteten Bilder fanden.

Das Lindenau-Museum Altenburg möchte mit dieser aus aktuellem Anlass organisierten Ausstellung ein Zeichen für Frieden, Humanität und Mitmenschlichkeit setzen. Unter den ausgestellten Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Druckgrafiken finden sich Arbeiten von Alfred Ahner, Otto Dix, Conrad Felixmüller, Bernhard Heisig, Käthe Kollwitz, A. R. Penck, Klaus Staeck, Werner Stötzer und Elisabeth Voigt.