Ostthüringer Landräte plädieren für engmaschiges Berufsschulnetz

[10.07.2021]

Die Johann-Friedrich-Pierer-Schule in Altenburg gehört seit Langem zu den renommierten berufsbildenden Schulen Thüringens. Die Johann-Friedrich-Pierer-Schule in Altenburg gehört seit Langem zu den renommierten berufsbildenden Schulen Thüringens. Altenburg/Greiz. Ein Berufs-schulnetz, das langfristig tragfähig ist, auf Nachhaltigkeit setzt und sich an den Bedarfen der Wirtschaft orientiert – das fordern die fünf Landkreise, die gemeinsam mit den kreisfreien Städten Jena und Gera die Bildungsregion Ostthüringen bilden und schon vor Jahren ein entsprechendes Berufs-schulnetz gestrickt haben.

Eine weitere Konzentration der dualen Ausbildung auf einige wenige Standorte in Thüringen, wie es das Thüringer Kultusministerium ab dem Schuljahr 2022/23 umsetzen will, lehnen die Landräte aus dem dem Altenburger Land, dem Saale-Holzland- und Saale-Orla-Kreis sowie den Landkreisen Saalfeld-Rudolstadt und Greiz ab.

Sie plädieren für ein engmaschiges Netz an beruflichen Bildungseinrichtungen mit dualen Ausbildungsangeboten insbesondere im ländlichen Raum und den Grenzregionen zu anderen Bundesländern. Einerseits soll so dem weiteren Abwandern junger Leute entgegengewirkt werden und andererseits kleinen und mittelständischen Betrieben langfristig eine standortnahe und qualitativ anspruchsvolle theoretische Ausbildung garantiert werden. Schon jetzt vermitteln Unternehmen ihre Auszubildenden immer häufiger an Berufsschulen außerhalb Thüringens, weil die Wege dahin kürzer sind und deren Standorte nicht wie im Freistaat alle fünf Jahre zur Disposition gestellt werden.

Thüringen ist von fünf Bundesländern umgeben, die allesamt ihre grenznahen Berufs-
schulen gestärkt und ausgebaut haben. Was auf dem Papier möglicherweise rein rechnerisch noch aufgeht, wird an der Lebenswirklichkeit scheitern. Denn selbst bei einer Konzentration der Lehrkräfte auf einige ausgewählte Standorte werden es nicht mehr Lehrer oder weniger Schüler.

Eine ehrliche Analyse der aktuellen beruflichen Ausbildung und das Bereinigen der Fehler der Vergangenheit ist nicht mit dem Aufschreiben von Zahlen und einem Zurechtrechnen der Statistik getan. Das Kultusministerium in Erfurt ist gefordert, ein zukunftsorientiertes Berufsschulnetz zu gestalten, das den Unternehmen im Freistaat den Fachkräftenachwuchs ausbilden kann, den es benötigt und diesem hier eine Perspektive bietet.

Ein Berufsschulnetz, das zuallererst darauf abzielt, den Lehrermangel zu kompensieren und Lehrer und Schüler auf die Reise schickt, ist weder praktikabel noch nachhaltig.

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