Herberge für Bildung und Tourismus in Schwanditz eröffnet: Zum Lernen auf den Bauernhof anstatt ins Klassenzimmer

[18.10.2017]

Im sanierten Laubenganggebäude kann gelernt und jetzt auch übernachtet werden. Im sanierten Laubenganggebäude kann gelernt und jetzt auch übernachtet werden. Göllnitz. Seit dem 13. Oktober gibt es im Altenburger Land eine schöne Herberge mehr: Die „Herberge für Bildung und Tourismus“ in Schwanditz. Im Beisein von Landrätin Michaele Sojka und Staatssekretär Dr. Klaus Sühl (Ministerium für Landwirtschaft und Infrastruktur) wurde die neue Übernachtungsmöglichkeit auf dem Rittergut Schwanditz offiziell eingeweiht. Das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gera hat das Projekt mit Fördermitteln der integrierten ländlichen Entwicklung und der LEADER-Förderung unterstützt.

Vielen kulturhistorisch Interessierten sowie Kindern, Jugendlichen und Pädagogen ist das Rittergut Schwanditz, nur wenige Autominuten von Altenburg entfernt, seit vielen Jahren ein Begriff. Nicht nur, das die Hausherren – die Familien Junghannß und Grimm – für die jahrelange aufwendige Sanierung des Laubenganggebäudes, das früher mal ein Kuhstall war, im Jahr 2014 den Denkmalpreis des Landkreises erhielten: auf dem Gut kann man Landwirtschaft zum Anfassen erleben. Schulklassen und Kindergartengruppen aus der Region nutzen die hier angebotenen Landwirtschaftsprojekte, die sich zum Beispiel rund um die Kartoffel oder rund ums Korn, ums Brot und um die Milch drehen, seit gut zehn Jahren gern. Mit einem Spielboden, einer kleinen Küche, einem Backhaus und einem bäuerlich rustikal ausgestatteten Gemeinschaftsraum wurden Möglichkeiten für den Aufenthalt von Kindern und Jugendlichen geschaffen, die hier an Wandertagen Entdeckungen rund um die Landwirtschaft machen können.
Jürgen Junghanß und Ute Grimm bieten verschiedene kindgerechte Projekte zum Thema Bauernhof und Landwirtschaft an. Jürgen Junghanß und Ute Grimm bieten verschiedene kindgerechte Projekte zum Thema Bauernhof und Landwirtschaft an. Jetzt aber gingen die Betreiber des Rittergutes, Jürgen Junghannß und Ehefrau Ute Grimm, noch einen Schritt weiter und investierten in moderne Übernachtungsmöglichkeiten. Im historischen Laubengebäude des Gutes entstanden zwei Sechs-Bett-Zimmer, zwei Acht-Bettzimmer sowie zusätzliche Betreuerzimmer, Speiseraum, Aufenthaltsraum und sanitäre Einrichtungen, so dass ab sofort ein mehrtägiges Lernen auf dem Bauernhof möglich ist. Natürlich sind auch Touristen herzlich eingeladen, hier zu übernachten und das Altenburger Land zu entdecken. Zudem kann die Einrichtung für Familienfeiern, Seminare und kulturelle Veranstaltungen genutzt werden.

„Ich bin überzeugt davon, dass der Bauernhof ein idealer Lernort für Kinder und Jugendliche ist, um Landwirtschaft mit allen Sinnen zu erfahren und um der Entfremdung von der bäuerlichen Arbeits- und Lebenswelt sowie von der Lebensmittelproduktion entgegenzuwirken. Viele schulische Lerninhalte können hier bestens vermittelt werden“, freute sich Landrätin Michaele Sojka am Tag der Eröffnung.

Längst sind die Betreiber der Herberge, Jürgen Junghannß und Ehefrau Ute Grimm, mit ihren Ideen und Plänen nicht am Ende. Obwohl vor allem Grundschulklassen schon jetzt auf dem Hof des Rittergutes nach Herzenslust spielen und toben können, wollen Junghannß und Grimm das Außengelände noch weiter verschönern. Dabei soll auch ein Bolzplatz angelegt werden. Überlegungen gibt es auch, den Bauernhof in den Schulferien mit Leben zu füllen, denn die Bauernhofprojekte finden während der Schulzeit statt. Ob Ferienfreizeit oder Trainingslager – auch hier haben die Hausherren bereits gute Ansätze für weitere Ideen.

Jana Fuchs


Was ist LEADER?

„Leader“ steht für die Abkürzung „Liaison entre actions de développement de l'économie rurale“ (deutsch: Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) – es handelt sich um ein Förderprogramm der Europäischen Union, mit dem seit 1991 innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden. Lokale Aktionsgruppen erarbeiten vor Ort die Entwicklungskonzepte.

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