Auch mit „Pizza-Strauß“: Erlebnisgastronomie in Hartha

[24.10.2017]

Lumpzig. Der Strauß ist nicht nur der größte lebende Vogel, er ist auch der größte flugunfähige Laufvogel. Das Tier entwickelte sich vor ca. 55 Millionen Jahren in den Steppen Asiens. Seit sieben Jahren gibt es den Strauß auch im Altenburger Land – auf der Farm der Familie Burkhardt im idyllischen Hartha.

Keine Sorge: Der Finger von Bertram Burkhardt ist heil geblieben 2009 – nach zehn Jahren als Bauunternehmer im französischen Cannes – zog es Monika und Bertram Burkhardt mit der Idee in die Heimat, eine Straußenfarm aufzuziehen und das Fleisch u. a. in Form von Schinken, Salami, Knackern, Rostbratwürsten und Steaks zu vertreiben. „Die Nachbarn dachten, ich sei verrückt, als ich das erzählt habe“, schaut Bertram Burkhardt lachend zurück, als sich Landrätin Michaele Sojka und Wirtschaftsförderer Wolfram Schlegel Anfang Oktober während eines Firmenbesuchs nach den aktuellen Entwicklungen erkundigen.

Landrätin Michaele Sojka und Wirtschaftsförderer Wolfram Schlegel (M.) mit Bertram Burkhardt im urig eingerichteten Gastraum der Farm Auf vier Hektar Grund befinden sich neben Weideflächen auch Gehege, eine Brutstation, ein Kü̧kenstall, das Schlachthaus, ein Gastraum und seit neuestem ein Pavillion. Denn auf der Farm müssen nicht nur rund 60 Vögel und die vier Generationen der Familie Burkhardt Platz finden, sondern auch eine Reihe an Gästen. „Erlebnisgastronomie ist das Stichwort“, so Burkhardt. „Wir verköstigen u. a. Familien, Sport- oder Reisegruppen während Privatfeiern mit unseren Produkten und bieten gleich noch Führungen über die Farm an.“ Dabei ist die Familie stets kreativ bei den kulinarischen Köstlichkeiten: „Pizza-Strauß gibt es auch manchmal“, sagt „Küchenchefin“ Monika Burkhardt. Auch über den Hofladen, der täglich außer sonntags geöffnet hat, verkaufen sie Straußenfleisch und sind zudem auf Spezialmärkten wie dem Altenburger Bauernmarkt zugegen. „Am 3. Dezember laden wir zum traditionellen Weihnachtsmarkt bei uns auf dem Gelände ein“, kün­digt Bertram Burkhardt an. Seit Jahren findet zudem am Muttertag das traditionelle Hoffest statt.

Mittlerweile ist die Farm überregional bekannt. Die Burkhardts haben sogar Kunden aus Chemnitz oder Leipzig. „Ich bin froh, dass eine so tatenfreudige Familie den Weg zurück ins Altenburger Land gefunden hat“, so Landrätin Michaele Sojka.

Tom Kleinfeld
Öffentlichkeitsarbeit

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