Altenburger Lutz Woitke mit Thüringer Kulturnadel geehrt

[07.11.2017]

Altenburg/ Erfurt. Der Altenburger Lutz Woitke wurde am 25. Oktober im Literatur- und Bürgerhaus Dacheröden in Erfurt mit der Thüringer Kulturnadel geehrt. Er erhielt die hohe Auszeichnung für sein jahrelanges Engagement im Altenburger Lindenau-Museum.

Lutz Woitke mit Staatssekretärin Dr. Babette Winter bei der Preisverleihung (TSK/Matthias Gränzdörfer) Ohne einen tatkräftigen Freundeskreis stehen Museen im Regen. Das Lindenau-Museum Altenburg hat das große Glück, dass ihm sein 1994 gegründeter Förderkreis „Freunde des Lindenau-Museums“ e. V. von Anfang an nicht nur finanziell unter die Arme gegriffen, sondern die Arbeit des Museums auf weit vielfältigere Weise unterstützt hat. Die Mitglieder des Förderkreises sind auch inhaltlich überaus engagiert, die eifrigsten unter ihnen bilden eine Art Beirat des Museums, der die Ausstellungsplanung, Ankäufe und in den letzten Jahren vor allem die Ideen zu einer Erweiterung des Museums bzw. die Auslagerung der Depots kritisch beobachtet, hinterfragt und konstruktiv kommentiert hat.

Einer der aktivsten im Förderverein ist der Altenburger Lutz Woitke, der sich seit mittlerweile 25 Jahren ehrenamtlich für das Lindenau-Museum engagiert. Seit 1996 gehört er dem Förderverein an und hat sich von Beginn an überaus tatkräftig in die Arbeit eingebracht. Bereits in der zweiten Wahlperiode wurde Lutz Woitke Mitglied des Vorstandes und bestimmte von nun an das Wirken der Freunde des Lindenau-Museums programmatisch mit. So gehörte er 2004 zu den Initiatoren der mäzenatischen Aktion PRO LINDENAU, die vor wenigen Tagen zum sechsten Mal stattfand. Der Motor war wie immer Lutz Woitke, den seine hohe Kennerschaft vor allem in den grafischen Künsten dazu in besonderer Weise prädestiniert. Bürger werden zu Mäzenen. Sie können auch durch kleinere finanzielle Beiträge als Paten Kunstwerke für das Lindenau-Museum erwerben. PRO LINDENAU geht aber über das Einwerben von Geldern hinaus. Den Teilnehmern wird praktisches Wissen über die Arbeit des Museums und die künstlerische Arbeit vermittelt. Oft steht die schwarze Kunst, die Grafik, im Mittelpunkt, aber auch die Restaurierung von Kunstwerken, die ebenfalls zum mäzenatischen Spektrum dieser verdienstvollen Aktion gehört. Deren Erfolg wird durch das stilvolle Ambiente des Museums, interessante Gespräche mit den Akteuren des Museums, einen einfallsreichen Rahmen aus kulinarischem Angebot und musikalischem Programm, vor allem aber durch den jeweils über viele Monate währenden unermüdlichen Einsatz der Organisatoren auf Seiten des Förderkreises gesichert. Wenn viele Mäzene beisammen sind, wie an einem solchen Abend, wachsen dem Museum Kunstwerke zu, die die Sammlungen in glücklicher Weise ergänzen und erweitern. Hunderte Werke gingen so in den vergangenen Jahren in die Sammlung des Lindenau-Museums über.

2009 gehörte Lutz Woitke darüber hinaus zu den Initiatoren der mäzenatischen Aktion PRO ALTENBOURG, die den Ankauf der großartigen Privatsammlung Rugo durch das Lindenau-Museum mit mehr als 100 Werken von Gerhard Altenbourg erfolgreich unterstützte. Seit 2014 ist Lutz Woitke Vorsitzender des Förderkreises „Freunde des Lindenau-Museums“. Er hilft mit, dass das Lindenau-Museum, das nur über einen äußerst geringen Ankaufetat verfügt, trotz allem seine Sammlungen kontinuierlich erweitern kann. Darüber hinaus organisiert er Unterstützung für Restaurierungsvorhaben und Ausstellungsprojekte. Er sucht unermüdlich nach Sponsoren und geht dabei auch ungewöhnliche Wege. Immer wieder führt Lutz Woitke Gespräche mit Vertretern des öffentlichen Lebens, um auf die schwierige bauliche Situation des Museums aufmerksam zu machen. Dem Kuratorium für den Gerhard-Altenbourg-Preis gehört er seit 2015 an. Das Gremium wählt alle zwei Jahre den Träger des wichtigsten Thüringer Kunstpreises. Auch hier bringt Lutz Woitke seine Kenntnisse zeitgenössischer Kunst ein. Die intensive Beschäftigung mit dem Werk Gerhard-Altenbourgs erlaubt es ihm, seine Kompetenz auch im Kreis erfahrener Kunstwissenschaftler unter Beweis zu stellen.

„Das Lindenau-Museum Altenburg und der Landkreis Altenburger Land als Träger des Museums schätzen den persönlichen, selbstlosen und unermüdlichen Einsatz Lutz Woitkes außerordentlich. Er ist beispielgebend für andere Vereine und trägt dazu bei, dass bürgerschaftliches Engagement im besten Sinne in der Öffentlichkeit anerkannt wird“, so Landrätin Michaele Sojka, die Lutz Woitke zur Auszeichnung sehr herzlich gratulierte.

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Kontaktdaten
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Lindenaustraße 9
Telefon: 03447 586-0
Telefax: 03447 586-100
E-Mail:landratsamt@altenburgerland.de
Pressesprecherin: Jana Fuchs
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