Landkreis in Regionen-Ranking auf Vormarsch

[08.03.2018]

Altenburg. Das Nachrichtenmagazin „Focus“ hat in seiner Ausgabe vom 10. Februar alle 401 Landkreise der Bundes­republik unter die Lupe genommen und Platzierungen vergeben. Bewertet wurden die Landkreise nach fünf verschiedenen Kriterien: Wachstum und Jobs, Firmengründungen, Produktivität und Standortkosten, Einkommen und Attraktivität sowie Lebensqualität. Das Altenburger Land findet sich demnach auf Rang 348 wieder. Im Vergleich zum Fokus-Ranking des Jahres 2015 macht der Landkreis damit einen deutlichen Satz nach vorn, denn er lag noch vor drei Jahren auf dem vorletzten Platz 401.

Damit rangiert das Altenburger Land bei Kennzahlen wie Wachstum und Jobs, Firmengründungen oder Lebensqualität vor Landkreisen wie Sonneberg, Bautzen, Nordsachsen oder dem Vogtlandkreis. Auch die Stadt Gera rangiert mit Platz 382 hinter dem Altenburger Land. Den besten Wert erreicht das Altenburger Land in puncto Lebensqualität, kommt hierbei auf Platz 205 von 401 bewerteten Landkreisen und kreisfreien Städten. Der schlechteste Wert ergibt sich bei der Höhe der Einkommen und der Quote aus Weg- und Zuzügen. Hierbei ist das Altenburger Land Vorletzter. Landrätin Michaele Sojka sieht sich im aktuellen Ranking bestätigt und sagte: „Das Ergebnis des Rankings überrascht mich nicht wirklich, sondern zeigt, dass der von uns in den letzten fünf, sechs Jahren eingeschlagene Weg, vor allem unsere Stärken weiterzuentwickeln, genau richtig ist. Dazu zählen insbesondere unsere hohe Wohnqualität auf dem Lande, unsere ausgesprochen große Familienfreundlichkeit, die kulturelle Vielfalt und unsere zentrale Lage in Mitteldeutschland. In fünf bis zehn Jahren werden wir im Fokus-Ranking noch viel weiter vorne stehen, werden sich noch viel mehr Menschen – sei es zum Wohnen, zum Arbeiten oder zum Investieren – für das Altenburger Land interessieren. Speziell unsere Nähe zu Leipzig, auch durch die schnelle S-Bahn, eröffnet uns weitere Chancen und Möglichkeiten. Der Leipziger Wohnungsmarkt etwa ist fast erschöpft, hier bei uns kann man aber noch gut und preiswert wohnen. Und auch in unseren Gewerbebieten ist noch Platz.“

All diese und noch viele andere gute Botschaften müssten nun, so Sojka, verstärkt über die Landkreisgrenzen hinaus getragen werden, konkret in Richtung Leipzig, um einerseits Zuzug von jüngeren Leuten zu generieren und um andererseits auch den einen oder anderen Investor zu überzeugen, sich hier bei uns anzusiedeln und Arbeitsplätze zu schaffen. Das sieht Hermann Marsch, Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung Altenburger Land Metropolregion Mitteldeutschland, ähnlich und meint: „Wir haben in den letzten Jahren einiges vollbracht, sodass sich auch neue Investoren für uns interessieren und Unternehmer ihre bestehenden Firmen wachsen lassen. Für uns entscheidend ist aber das Umfeld, und das brummt: Leipzig. Die Vorteile, die sich uns damit bieten, müssen wir künftig geschickter nutzen. Wir müssen uns einfach noch besser verkaufen. Neben dem Ziel, die eine oder andere Firma neu bei uns anzusiedeln, geht es vor allem darum, hochqualifizierte Arbeitsplätze im Landkreis zu halten. Weitere Digitalisierung in den Unternehmen ist hier zum Beispiel ein Stichwort. Wir müssen uns nichts vormachen: Die Ansiedlung neuer Industrie im Raum Altenburg ist begrenzt; wir werden hier kein BMW-Werk haben. Investitionsfreundlichkeit ist wichtig, aber wir wollen das Altenburger Land insgesamt lebenswerter machen – etwa mit dem Erhalt und dem Ausbau alter Siedlungsstrukturen, um die Dörfer attraktiver zu machen. Auch kulturelle Schätze, die im Moment noch im Verborgenen liegen, gilt es zu heben. All das, damit es Menschen, die jetzt vielleicht noch in der Großstadt leben, zu uns zieht.“

Jana Fuchs
Öffentlichkeitsarbeit

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