Ministerpräsident besuchte Talisa und Jugendtreff „East Side“ in Altenburg

[26.04.2018]

Altenburg. Punkt 14 Uhr am vergangenen Montag fuhr Ministerpräsident Bodo Ramelow an der Ebertstraße vor dem Sozialkaufhaus der Thüringer Arbeitsloseninitiative Soziale Arbeit (Talisa) an der Ebertstraße in Altenburg vor. Neben den Mitarbeiterinnen wurde der „Landesvater“ auch von Talisa-Geschäftsführerin Ingrid Schindler und Marion Beyer, Regionalleiterin Ostthüringen, in Empfang genommen. Landrätin Michaele Sojka hatte die Idee für dieses Treffen.

Marion Beyer (l.) von Talisa, Landrätin Michaele Sojka und Ministerpräsident Bodo Ramelow sprechen über soziale Ungerechtigkeit „Ich finde es unglaublich wichtig, dass Sie dieses Angebot in Altenburg und Region weiter vorhalten“, lobte Ramelow. Anfang des Jahres ging der bisherige Trägerverein Neue Arbeit insolvent, Talisa sprang ein und führte die Angebote für sozial bedürftige Menschen fort. „Alle Mitarbeiter haben während einer Übergangszeit zunächst ehrenamtlich weitergemacht. Das verdient absolute Hochachtung“, so Sojka.
„Neben dem Sozialkaufhaus betreiben wir u. a. auch den Tafelladen in der Altenburger Gabelentzstraße weiter“, erläuterte Schindler, der es vor allem um die Wertschätzung sozial Benachteiligter geht. In den höchsten Tönen sprach sie im gleichen Atemzug von dem Projekt „Mehr Wert sein – Mehrwert schaffen“, durch das insgesamt 20 Langzeitarbeitslose im Landkreis über drei Jahre wieder in reguläre Arbeit kommen. „Die Nachfrage hierzu ist bei uns riesig“, erklärte Schindler und fuhr fort: „Im gesamten Bundesgebiet sind viele außenstehende Langzeitarbeitslose stolz auf das, was hier im Altenburger Land passiert.“ Ramelow entgegnete: „Wir sind bereits in Gesprächen mit dem Bund.“ Über das Modellvorhaben hat er auch schon mit Andrea Nahles, ehemalige Bundesministerin für Arbeit und Soziales und heutige SPD-Vorsitzende, gesprochen.

Bodo Ramelow im Gespräch mit Klaus Liebig (2. v. r.) vom Jugendtreff "East Side", Landratsamts-Fachbereichsleiter Dirk Nowosatko und Michaele Sojka Danach ging es weiter zum Jugendtreff „East Side“ auf der Platanenstraße. Gut 20 Kinder und Jugendliche wuselten auf dem Gelände, unterbrachen sogar ihr Fußballspiel als Ramelow das Gelände betrat. „Ist er ein König oder Präsident oder so etwas?“, fragte ein sichtlich beeindruckter kleiner Junge mit großen Augen, der gerade vom Kicken mit den Kumpels reinkam. „Thüringen hat keinen König. Er hat zwar keine Krone, aber als Ministerpräsident trotzdem am meisten zu sagen“, erklärte ihm Sebastian Hübsch, Fachberater für Jugend- und Sozialarbeit im Landratsamt, mit einem Lachen. Auch Fachbereichsleiter Dirk Nowosatko war mit anwesend, um gemeinsam mit Jugendtreff-Chef Klaus Liebig den neuen, seit 2017 gültigen Jugendförderplan des Landkreises zu erklären. Bis 2020 fließen knapp sieben Millionen Euro in die Förderung von Jugendlichen im Altenburger Land – alle Kommunen des Landkreises beteiligen sich an der Finanzierung. Die neue Herangehensweise: In vier sogenannten Planungsräumen wird die Jugendarbeit über freie Träger wie beispielsweise die Johanniter oder den Magdalenenstift, aber auch über die Kommunen realisiert. „Weiße Flecken wie bisher gibt es nicht mehr. Alle Jugendlichen im Landkreis können und sollen erreicht werden“, erklärte Nowosatko. „Am Donnerstag dieser Woche eröffnen wir dann den Jugendberufsservice ‚Level 3‘ in der Altenburger Fabrikstraße“, ergänzte Sojka. Dort werden unter einem Dach künftig alle Angebote der Agentur für Arbeit, des Jobcenters und des Landratsamtes für Jugendliche gebündelt, die auf der Suche nach Ausbildung und Arbeit sind. „So eine komplexe Herangehensweise an das Thema Jugendarbeit habe ich in Thüringen noch nicht gesehen“, fand der Ministerpräsident lobende Worte für die innovativen Konzepte.

Tom Kleinfeld
Öffentlichkeitsarbeit

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