Drohnenprojekt nimmt weiter Gestalt an

[09.05.2018]

Altenburg. Die verstärkte Nutzung des Flugplatzes in Nobitz für Aktivitäten mit zivilen Drohnen nimmt weiter Fahrt auf. Vor wenigen Tagen fand im Terminal des Airports das nunmehr dritte Arbeitstreffen der Kooperationspartner statt, zu dem Vertreter der Kreisverwaltung, des Flugplatzes und der Gemeinde Nobitz eingeladen hatten.

Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft schauen bei einem Probeflug einer Drohne vor dem Terminal am Flugplatz in Nobitz zu. Mittels einer Wärmebildkamera kann die Drohne etwa Rehkitze in Feldern aufspüren Drohnenexperten wie der Geschäftsführer der Firma www.lech-tec.de, die sich mit der luftgestützten Fernerkennung mittels Drohnen beschäftigt, Sicherheitsunternehmen wie die Dreger Group, Experten von Telekommunikationsunternehmen und IT-Fachleute von Hochschulen sowie weitere Vertreter aus Wirtschaft und Politik gehörten zu den Gästen, darunter Landrätin Michaele Sojka sowie die Landräte Matthias Jendricke (Nordhausen) und Marko Wolfram (Saalfeld-Rudelstadt).

Fazit des Treffens: Der Flugplatz Altenburg - Nobitz ist ideal geeignet, um die verschiedensten Anwendungen im Bereich der kommerziellen Drohnennutzung zu bündeln.

„Die aktuelle Entwicklung im Drohnenbereich ist rasant und Fördermöglichkeiten sind gerade sehr günstig. Ich bin überzeugt davon, dass es uns gelingen kann, aus der derzeitigen Schwäche unseres Flugplatzes, die ganz klar darin besteht, wenige Flugbewegungen zu haben, eine Stärke zu machen. Denn gerade für Drohnen-Schulungen ist ein etwas weniger beflogenes Flugplatzareal ideal“, so Landrätin Michaele Sojka. Schon ab diesem Sommer will das in Augsburg ansässige Unternehmen www.lech-tec.de hochwertige Drohnenschulungen auf dem Nobitzer Flugplatz anbieten. Wirtschafts- und Landwirtschaftsunternehmen, aber auch Behörden aus ganz Mitteldeutschland und darüber hinaus könnten davon profitieren. Denn das Einsatzgebiet von Drohnen ist vielschichtig und gewinnt im Arbeitsalltag vieler Unternehmen weiter an Bedeutung. Ein großes Segment ist zum Beispiel die Land- und Forstwirtschaft. So werden beispielsweise Drohnen mit speziellen Sensoren eingesetzt, die bereits Wochen vor dem menschlichen Auge erkennen, ob die Krone eines Baumes Krankheitssymptome zeigt. Oder Rehkitze: Sie können vor heranfahrenden Mähwerken gerettet werden, weil eine mit Wärmebildkamera ausgestattete Droh­ne die Tiere von weitem gut erkennt. Wie genau das funktioniert, wurden den Teilnehmern des Arbeitstreffens vor Ort am Terminal des Flugplatzes eindrucksvoll demonstriert – die kleine Hündin, die zu diesem Zwecke im hohen Gras versteckt wurde und dort auch brav gewartet hat, konnte von der weit darüber fliegenden Drohne schnell identifiziert werden. Auch im Bereich der Landvermessung und dem Energiesektor gibt es Bedarf: Photovoltaikanlagen, Windräder und Hochspannungsleitungen werden mit speziellen Sensoren beflogen, die schon frühzeitig auf entstehende Schäden hinweisen. Feuerwehr, Polizei und THW profitiere ebenfalls von der Technologie und könne sich beispielsweise bei Einsätzen einen guten Überblick verschaffen, verunfallte oder gesuchte Personen rascher auch an entlegenen Orten auffinden oder verborgene Glutnester auf dem Wärmebild sehen.

Jana Fuchs
Öffentlichkeitsarbeit

↑ nach oben

Kontaktdaten
Landratsamt Altenburger Land
Lindenaustraße 9
Telefon: 03447 586-0
Telefax: 03447 586-100
E-Mail:landratsamt@altenburgerland.de
Pressesprecherin: Jana Fuchs
Telefon: 03447 586-273
Telefax: 03447 586-277
E-Mail:oeffentlichkeitsarbeit@altenburgerland.de
Weitere News...
Zum Denkmaltag „Entdecken, was uns verbindet“
Infrastrukturministerin besuchte Postersteiner Burgberg
Hinweise zur Zahlung der Gebühren zur Abfallentsorgung 2018
Ehemaliges Herrenhaus in Zweitschen steht zum Verkauf
Azubis schließen Ausbildung ab, Beamtenanwärter werden ernannt
Thüringer Bürger­beauftragter in Altenburg
ÖPNV-Projekt „Schmölln macht mobil“: Ab Dezember wesentliche Verbesserungen im Stadtverkehr
Zwei Schulungen zur neuen Datenschutzgrundverordnung
Roman-Herzog-Gymnasium Schmölln: Schulbetrieb im Anbau soll nach Sommerferien starten
Hohe Waldbrandgefahr: Stellen Sie Ihr Fahrzeug nur auf gekennzeichneten Flächen ab