Lindenau-Stipendium an Leipziger Künstler vergeben

[05.07.2018]

Künstler Karl-Heinz Bernhardt (l.) erklärt Museums-Direktor Dr. Roland Krischke (2. v. r.) und den beiden Kuratoriumsmitgliedern Bernd Wannenwetsch (2. v. l.) sowie Klaus Börngen sein Ausstellungsstück Künstler Karl-Heinz Bernhardt (l.) erklärt Museums-Direktor Dr. Roland Krischke (2. v. r.) und den beiden Kuratoriumsmitgliedern Bernd Wannenwetsch (2. v. l.) sowie Klaus Börngen sein Ausstellungsstück Altenburg. Seit 2006 befähigt das Bernhard-von-Lindenau-Stipendium junge Künstlerinnen und Künstler im Anschluss an ihr Studium zu unabhängiger und experimenteller Arbeit. Die Ergebnisse des 2018 an den Leipziger Künstler Karl-Heinz Bernhardt verliehenen Stipendiums sind seit dem 20. Juni und noch bis zum 26. August in einer Sonderausstellung im Lindenau-Museum zu sehen.
Bereits fünf junge Künstler erhielten das Stipendium innerhalb der vergangenen zwölf Jahre. Für 2018 hat das Kuratorium, bestehend aus Sponsoren und Vertretern des Lindenau-Museums, den Objektkünstler Karl-Heinz Bernhardt (Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig) als sechsten Stipendiaten ausgewählt. Die Ausstellung zeigt die insgesamt zehn Arbeiten, die Bernhardt zwischen 2015 und 2018 geschaffen hat.
Die kompakten Skulpturen Karl-Heinz Bernhardts vereinen in sich Gestaltungselemente von Objektkunst, Architektur und Kunsthandwerk. Zu den verwendeten Materialien zählen maßgeblich Holz, Beton, Metall sowie verschiedene Alltagsgegenstände. Obwohl die Gegenwartskunst oft die große Form sucht, sind diese Werke von erfrischend bescheidenen Abmessungen. Die meisten messen in der Höhe zwischen 30 und 40 cm. Das optische Abtasten und Umschreiten der Skulpturen ist besonders reizvoll: Mit jeder Ansicht ergeben sich neue Details und teils überraschende Perspektiven.
Das Lindenau-Museum Altenburg ist als Kunstmuseum nicht nur ein Ort der Betrachtung außergewöhnlicher Kunstwerke, sondern auch ein Ort des Lernens, des Ausprobierens und der eigenen künstlerischen Betätigung im Rahmen der Museumspädagogik und im Studio Bildende Kunst. Damit folgt das Museum den Intentionen seines Stifters Bernhard August von Lindenau, der die Anschauung und das Kopieren vorbildlicher Kunstwerke aus Antike und Renaissance als Teil seines Bildungsprogramms für junge Altenburger verstand. Es ist daher nur folgerichtig, dass das Lindenau-Museum außer dem Gerhard-Altenbourg-Preis, dem wichtigsten Thüringer Kunstpreis, seit 2006 auch das Bernhard-von-Lindenau-Stipendium für Absolventen mitteldeutscher Kunsthochschulen vergibt. Während der Gerhard-Altenbourg-Preis das Lebenswerk einer Künstlerin oder eines Künstlers würdigt, soll das Bernhard-von-Lindenau Stipendium begabten jungen Künstlerinnen oder Künstlern einen ersten großen Auftritt in einem Museum von Rang ermöglichen.
Das Stipendium in Höhe von 10.000 Euro dient der Finanzierung eines mehrmonatigen Studienaufenthalts auf dem Quellenhof Garbisdorf, einer Ausstellung im Lindenau-Museum und eines diese begleitenden Katalogs. Das Kuratorium für das Stipendium setzt sich aus Vertretern der Institutionen, die es maßgeblich initiiert haben, zusammen: der Sparkasse Altenburger Land, der Energie- und Wasserversorgung Altenburg GmbH, dem Heimatverein Göpfersdorf e. V. und dem Sammler Günter Lichtenstein.

Angelika Wodzicki, Jana Fuchs

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Links
Lindenau-Museum Altenburg
Kontaktdaten
Lindenau-Museum Altenburg
Direktor: Dr. Roland Krischke
Gabelentzstr. 5
D-04600 Altenburg/Thüringen
Telefon: 03447 89553
Telefax: 03447 895544
E-Mail: info@lindenau-museum.de

Landratsamt Altenburger Land
Lindenaustraße 9
Telefon: 03447 586-0
Telefax: 03447 586-100
E-Mail:landratsamt@altenburgerland.de
Pressesprecherin: Jana Fuchs
Telefon: 03447 586-273
Telefax: 03447 586-277
E-Mail:oeffentlichkeitsarbeit@altenburgerland.de
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