Sirenen im Altenburger Land werden modernisiert

[27.10.2018]

Altenburg. Jeden Samstag um 11.30 Uhr heulen überall im Altenburger Land die Sirenen. Mit einem Probealarm wird die Funktionstüchtigkeit der Sirenen getestet. 118 dieser Sirenen gibt es in den Städten und Gemeinden des Landkreises. Gerade erfolgt eine Modernisierung der Anlagen, die nicht nur der Alarmierung der Feuerwehrleute, sondern auch der Warnung der Bevölkerung in Katastrophenfällen dienen.

Seit Anfang 2016 wurden im Altenburger Land alle 118 Sirenen mit einer Platine zur Warnung der Bevölkerung ausgestattet. Der größte Teil der Sirenen sind Motorsirenen, viele von ihnen bereits mehr als 30 Jahre alt. Stück für Stück werden diese Motorsirenen nun durch neue elektronischen Sirenen ersetzt. In diesem Jahr sind im Stadtgebiet von Altenburg sechs moderne elektronische Sirenen dazugekommen. Auch in Schmölln und in Langenleuba-Niederhain wird derzeit je eine alte Motorsirene durch eine moderne elektronische Sirene ersetzt. In weiteren Gemeinden ist in den kommenden Monaten eine Umrüstung geplant. Die Sirenen werden im Landkreis genutzt, um einerseits die Feuerwehren zu Einsätzen zu rufen, aber auch, um die Bevölkerung vor Gefahren zu warnen. Für die Alarmierung der Feuerwehren wird jeden Samstag um 11.30 Uhr ein Probealarm durchgeführt. Die Probealarmierung zur Warnung der Bevölkerung hingegen erfolgt zweimal im Jahr, nämlich am ersten Samstag im März und am ersten Samstag im September, jeweils um 10 Uhr.

Die neuen elektronischen Sirenen bieten zudem die Möglichkeit, bei besonderen Gefahrenlagen Sprach- durchsagen zu machen. Eigens dafür wurde in der Feuerwehreinsatzzentrale der Berufsfeuerwehr Altenburg eine computergestützte Sirenen-Auslösezentrale installiert. „Bundesweit gibt es noch nicht viele Kommunen, die dieses System eingerichtet haben“, erklärt der im Landratsamt für das Thema Sicherheit und Ordnung zuständige Fachbereichsleiter Ronny Thieme und fügt hinzu: „Den neuen digitalen Alarmierungsweg betreffend ist das Altenburger Land bundesweit sogar Vorreiter.“

Seit Anfang 2018 steht in Thüringen ein flächendeckendes System zur Warnung der Bevölkerung bei drohenden Gefahren zur Verfügung. Das Modulare Warnsystem MoWaS wird im gesamten Gebiet der Bundesrepublik Deutschland durch die Bundesländer in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe betrieben. Aktuell werden über dieses System Gefahrenmeldungen an Rundfunk- und Fernsehanstalten übermittelt. Darüber hinaus können auch Paging-Dienste (Funkrufsysteme), die Deutsche Bahn AG, Internetprovider und die Warn-App NINA mit Warnungen versorgt werden.

Die Warn-App NINA übrigens, eine Notfall-Informations- und Nachrichten-App, kann sich jeder kostenlos auf seinem Smartphone installieren. Über diese App werden im Fall der Fälle wichtige Warnmeldungen für unterschiedliche Gefahrenlagen, wie Gefahrstoffausbreitungen, Großbrände oder Hochwasser mitgeteilt. Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes sind hier ebenfalls integriert.

im Auftrag

Jana Fuchs
Öffentlichkeitsarbeit

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