Computerbranche boomt in der Krise

[23.07.2020]

Landrat Uwe Melzer informiert sich in Meuselwitz bei Bluechip

Altenburg/Meuselwitz. Die Wirtschaft leidet unter der Corona-Pandemie. Auch im Altenburger Land sind davon Unternehmen betroffen, weiß auch Hubert Wolf. Doch sein Unternehmen, die Bluechip AG, gehöre zu den Gewinnern der Krise, schätzt der Vorstandsvorsitzende ein. So sei etwa der März der beste Monat der Geschichte des Meuselwitzer Unternehmens gewesen, so Wolf gegenüber Landrat Uwe Melzer.

Der Leiter der Kreisbehörde besucht dieser Tage Firmen und Einrichtungen im Altenburger Land. Uwe Melzer möchte sich vor Ort ein eigenes Bild machen, welche Auswirkungen die Corona-Krise hat. Jüngst führte ihn die Tour nach Meuselwitz, wo seit Anfang der 1990er-Jahre bei Bluechip Computer hergestellt werden. Die einstige Garagenfirma ist über die Jahre zu einer Aktiengesellschaft gewachsen, die auf rund zwölftausend Quadratmetern mit etwa 200 Mitarbeitern produziert.
„Manchmal heißt es, wir setzten die Rechner nur zusammen, doch der Teufel steckt im Detail“, nimmt Wolf Bezug auf das build-to-order Geschäftsmodell. Das bedeutet, Bluechip baut Rechner auf Kundenbestellung und zwar ausschließlich. Dafür nutzen die Schnauderstädter zugelieferte Baugruppen, vom Gehäuse über Hauptplatine und Prozessor bis hin zu Lüftern und Stromversorgung. Auf den ersten Blick mag das tatsächlich wie einfaches Zusammensetzen erscheinen. Doch schon der Blick ins Prüflabor von Bluechip zeigt, wie viel mehr dahintersteckt. „Wir müssen gesetzliche Vorgaben einhalten und natürlich auch Gewährleistungsansprüche erfüllen“, so Bluechip-Vorstandsmitglied Frank Oelsch zu Melzer beim Rundgang durch die Produktionshallen. Um den Anforderungen der Kunden und des Gesetzgebers zu entsprechen, verfügt die Firma etwa über einen speziell gegen elektromagnetische Wellen abgeschirmten Raum zum Prüfen von Strahlung. Gleich dahinter stehen Regale mit blinkenden Computern, die einem Dauerbelastungstest unterzogen werden. „Den durchlaufen alle Rechner, bevor wir sie an die Kunden geben“, erläutert Oelsch weiter.
Dankbare Abnehmer sind zum einen Computerspielfreunde, die sich für ihr Hobby sogenannte Gamer-PC der Marke „One“ in Meuselwitz bestellen. Zum Kerngeschäft gehört ferner die Ausstattung von Einrichtungen und Institutionen mit Komplettsystemen. „In diesem Bereich sind Fachhändler zwischengeschalten“, so Oelsch, der große Verwaltungen und Krankenhäuser nennt, die mit Bluechip-Produkten ausgestattet sind. Ganz besonders stolz sind die Meuselwitzer gerade über einen Auftrag für ein wissenschaftliches Großprojekt. Für den Teilchenbeschleuniger der Europäischen Organisation für Kernforschung CERN wird an der Schnauder spezielle Rechen-Technik hergestellt, informiert Bluechip-Chef Wolf. Er ist auch deshalb froh, dass sein Unternehmen in den vergangenen Wochen jederzeit mit voller Belegschaft arbeitsfähig war. Denn weil Unternehmen Corona-bedingt Arbeitsprozesse umgestellt haben, brummt bei Bluechip das Geschäft. „Rechner, Notebooks, Tablets, einfach alles für den Mobilbereich wurde uns im Frühjahr förmlich aus den Händen gerissen“, sagt Wolf zu Melzer.

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