Hilfe für 10.000 Menschen über die Notrufnummer 112

[19.02.2021]

Altenburg. Ein Verkehrsunfall, ein brennendes Haus oder ein plötzlicher medizinischer Notfall – in solchen Fällen ist schnelle Hilfe dringend notwendig. Diese gibt es seit vielen Jahrzehnten unter der Notrufnummer 112. „Was bei den Bürgern weniger bekannt ist, diese kostenlose Telefonnummer gilt europaweit, das heißt, wer zum Beispiel im Urlaub oder auf Reisen in der Europäischen Union ist, muss sich keine extra Nummer merken“, sagt Kreisbrandinspektor Uwe Engert anlässlich des Tags des europaweiten Notrufs 112, der immer am 11. Februar begangen wird.

In diesem Jahr steht zudem das 30-jährige Jubiläum des europaweiten Notrufs an, denn am 29. Juli 1991 beschloss die Europäische Kommission, den Notruf 112 in allen Mitgliedsstaaten einzuführen. Heute ist die 112 außer in den Ländern der Europäischen Union, in Andorra, den Färöer-Inseln, in Großbritannien, Island, Liechtenstein, Norwegen, San Marino, der Schweiz, der Türkei, im Vatikanstadt, in Bosnien und Herzegowina, in Russland, Kasachstan, Simbabwe sowie teilweise in Südafrika die offizielle Notrufnummer.
In Teilen Deutschlands wurde die 112 bereits 1948 eingerichtet, zehn Jahre später galt sie im gesamten Gebiet der DDR. Flächendeckend in der Bundesrepublik wurde die Nummer 112 Anfang der 70er-Jahre eingeführt. Alles in allem eine Erfolgsgeschichte, findet der Kreisbrandinspektor des Altenburger Landes. Immerhin wird allein im Kreis die Nummer durchschnittlich 16.000 Mal binnen zwölf Monaten gewählt. 2020 konnte so annähernd 10.000 Menschen bei 15.189 Rettungsdienst- und 865 Feuerwehreinsätzen im Altenburger Land geholfen werden.

„Der Tag des europaweiten Notrufs genau wie das Jubiläum der Nummer 112 im Juli sind gute Anlässe, den Frauen und Männer zu danken, die oft ehrenamtlich aber auch hauptberuflich täglich 24 Stunden dafür Sorge tragen, dass im Notfall rechtzeitig Hilfe bei den Betroffenen ankommt“, so Engert.

Wer den Notruf im Altenburger Land wählt, wird mit einem Mitarbeiter in der Rettungsleitstelle in Gera verbunden. 1996 gründeten die damaligen Mitglieder des Rettungsdienstzweckverband Ostthüringen, die Landkreise Altenburger Land und Greiz sowie die Stadt Gera, diese Leitstelle.

Für die Bürger, die via 112 dort anrufen, hat der Kreisbrandinspektor noch einige Tipps für den Notfall. „Das wichtigste ist, den Kollegen in der Notrufzentrale die sogenannten W-Fragen zu beantworten“, erklärt Engert. Dazu gehört: Wo ist etwas geschehen? Was ist geschehen? Wie viele Verletze/Erkrankte/Betroffene? Welche Verletzungen/Erkrankungen gibt es zu beklagen? Oder bei nicht-medizinischen Notrufen, welchen Umfang hat das Ereignis? Zudem sei es wichtig, Rückfragen abzuwarten und das Gespräch nicht unaufgefordert zu beenden.


Im Auftrag
Jörg Reuter
Öffentlichkeitsarbeit

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