Frühe Hilfen - Präventionsprogramm für Eltern und Kinder

kein Alternativ-Text hinterlegt

Säuglinge und Kleinkinder sind besonders verletzlich und deshalb in hohem Maße auf die Fürsorge ihrer Eltern oder anderer Pflegepersonen angewiesen.

Die Frühen Hilfen sind lokale und regionale Unterstützungssysteme mit koordinierten Hilfsangeboten für Eltern und Kinder ab Beginn der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren mit einem Schwerpunkt auf der Altersgruppe der 0- bis 3-Jährigen. Sie zielen darauf ab, Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern in Familie und Gesellschaft frühzeitig und nachhaltig zu verbessern. Neben alltagspraktischer Unterstützung wollen Frühe Hilfen insbesondere einen Beitrag zur Förderung der Beziehungs- und Erziehungskompetenz von (werdenden) Müttern und Vätern leisten. Damit tragen sie zum gesunden Aufwachsen von Kindern bei und sichern deren Rechte auf Schutz, Förderung und Teilhabe. Frühe Hilfen umfassen vielfältige sowohl allgemeine als auch spezifische, aufeinander bezogene und einander ergänzende Angebote und Maßnahmen. Frühe Hilfen basieren vor allem auf Kooperation, beziehen aber auch bürgerschaftliches Engagement und die Stärkung sozialer Netzwerke von Familien mit ein.

Frühe Hilfen sind zeitnahe Hilfen.

Willkommensbesuch

Im Landkreis Altenburger Land wurde im Rahmen der Frühen Hilfen für Eltern und Kinder ein Elternkalender für die ersten drei Lebensjahre entwickelt und seit Juli 2008 jeder Familien mit Neugeborenen, als Willkommensgruß überreicht.
In einem persönlichen Gespräch werden die Eltern über bestehende Angebote im Landkreis, wie, Eltern- und Babykurse, Beratungsangebote u.a. informiert, aber auch Themen wie Kindertagesstättenplätze, Kindertagespflege, Fragen zu Elterngeld/Kindergeld u.v.m. werden besprochen. Darüber hinaus werden die Eltern ermutigt, sich Unterstützung und ggf. Hilfe zu holen, wenn sie diese brauchen.
Die Besuche der Eltern erfolgen im Einzelnen oder gemeinsam mit Vertretern der Kommune. Unser Anliegen ist es, die Eltern in ihrer neuen Rolle als Mutter und Vater wertzuschätzen, zu stärken und bei Bedarf natürlich auch gern zu unterstützen.

Zielgruppe

Zielgruppe Früher Hilfen sind vorwiegend Familien, bei denen hohe Belastungen und vielfältige und/oder schwerwiegende Risiken für das Kindeswohl bestehen könnten.

Das könnten z.B. sein:
- medizinische Risiken (z. B. Frühgeburt, Stoffwechselstörungen). Hier bestehen Risiken im Hinblick auf einen gesunden Entwicklungsverlauf.
- Frühe Entwicklungsauffälligkeiten bei Kindern (z.B. Regulationsstörungen, Schreibabys) oder außergewöhnliche Entwicklungsbelastungen.
- Belastungen in der Familie: z.B. Probleme in der Paarbeziehung, Trennung, Gewalt; dichte Geschwisterfolge (unter 2 Jahren) und mehr als 3 Kinder im Alter bis zu 5 Jahren
- Soziale Belastungen: z.B. Armut, unzureichende Wohnbedingungen, Leben in sozialen Brennpunkten, soziale Isolation u.ä.

Kernaufgaben der Frühen Hilfen für Eltern und Kinder im Landkreis Altemnburger Land

- Eltern in allen Fragen der Erziehung ihrer Kinder durch praxisnahe Hilfen zu unterstützen, ggf. weitere unterstützende Hilfsangebote zu unterbreiten sowie die eigenen Ressourcen der Familie zu stärken
- Familien in belastenden Lebenssituationen zu unterstützen und zu begleiten und ihnen angemessene und familienerhaltende Hilfen zuteil werden zu lassen.
- Unterstützung, Kontaktvermittlung zu anderen Netzwerkpartnern oder in persönlichen Krisen
- unterstützende Hilfsangebote für Eltern weiter bedarfsgerecht zu entwickeln

Die Frühen Hilfen in unserem Landkreis stehen auf drei Säulen: Koordinationsstelle, Netzwerk Frühe Hilfen und aufsuchende Sozialarbeit.

Koordinationsstelle:
Die Koordinatorin ist die zentrale Anlaufstelle für alle Anfragen und Mitteilungen aus dem Landkreis. Sie koordiniert die Hilfen und vernetzt sich mit anderen Helfersystemen.
Erreichbar unter Telefon : 03447 586734

Netzwerk Frühe Hilfen:
Das Netzwerk Frühe Hilfen ist ein eng geknüpftes Netz aus den verschiedensten Professionen. Mit ihnen wurden Rahmenbedingungen zur effektiveren Arbeit im Rahmen früher Hilfen und im Kinderschutz vereinbart.
Ziel des Netzwerkes Frühe Hilfen im Landkreis ist eine wirksame Vernetzung von Hilfen und Angeboten im sozialen Nahraum der Familien und der interdisziplinäre Austausch.

Aufsuchende Sozialarbeit:
Die Familienhebammen betreuen Schwangere, Mütter – werdende Eltern und ihre Kinder in besonderen Lebenslagen bis zu einem Jahr. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der psychosozialen, medizinischen Beratung und Betreuung unter besonderer Berücksichtigung der jungen Kinder.

Die Präventionsfachkräfte begleiten und unterstützen Eltern mit Kleinkindern, von Geburt bis zum Besuch einer Kindertageseinrichtung in alltäglichen Haushalts- und Lebenssituationen. Sie stärken die vorhandenen Kompetenzen der Eltern und bauen diese ggf. aus, damit sie ihrer Erziehungs- Pflege- und Fürsorge-Verantwortung im vollen Umfang gerecht werden können.

Netzwerkpartner

- Fachdienst Allgemeiner Sozialer Dienst
- Fachdienst Jugendarbeit/Kindertagesbetreuung
- Frühe Hilfen für Eltern und Kinder mit seinen Familienhebammen und Präventionsfachkräften der Innova SW e.V.
- Fachdienst Gesundheit
- Sozialpädagogische Beratungsstelle f. Kinder Jugendliche und Familien
- Stadtverwaltung Altenburg / AG häusliche Gewalt
- Stadtverwaltung Schmölln
- Stadtverwaltung Lucka
- Klinikum Altenburger Land
- Ev.-luth. Magdalenenstift Sozialpädagogische Familienhilfe
- Ev.-luth. Magdalenenstift Schuldnerberatung
- Agentur für Arbeit/Jobcenter
- Interdisziplinäre Frühförderung der Lebenshilfe e.V.
- Diakonie Ostthüringen, Schwangerschaftsberatungsstelle
- Klinik für Psychiatrie der Lukasstiftung
- Innova Sozialwerk e.V, ambulante Hilfen
- Hebammen
- WEISSER RING e.V.
- Polizeiinspektion Altenburger Land
- Polizeidirektion Gera - Opferschutz
- Interdisziplinäre Frühförderung Schmölln
- Stadtverwaltung Meuselwitz

↑ nach oben

Kontaktdaten
Landratsamt Altenburger Land
Fachdienst Jugendarbeit/ Kindertagesbetreuung
Fachdienstleiterin: Marion Fischer
Theaterplatz 7/8
04600 Altenburg
Telefon: 03447 586-560
Telefax: 03447 586-598
E-Mail
Ansprechpartnerin Frühe Hilfen:
Carmen Sparbrod
Telefon: 586-534