Breitbandförderung im Landkreis Altenburger Land Kooperationsgemeinschaft Altenburg Ost

2015 startete das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit über vier Milliarden Euro ausgestattete Bundesförderprogramm zum Breitbandausbau im gesamten Bundesgebiet. Ziel der Förderung ist es, die unterversorgten Gebiete mit Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s zu erschließen. Förderfähig sind ausschließlich Gebietskörperschaften, in denen in den kommenden drei Jahren kein Telekommunikationsunternehmen einen eigenwirtschaftlichen Ausbau plant.

Der Landkreis Altenburger Land hat im Oktober 2016 einen Antrag auf Förderung einer Wirtschaftlichkeitslücke für den Breitbandausbau in der Kooperationsgemeinschaft Altenburg Ost gestellt und am 21. März 2017 den entsprechenden Bewilligungsbescheid über die vorläufige Höhe von 6,3 Millionen Euro erhalten. Im Wirtschaftlichkeitslückenmodell werden Einnahmen und Ausgaben gegenübergestellt. Sind die Ausgaben für die Breitbandversorgung größer als die Einnahmen, ist der Ausbau für Telekommunikationsunternehmen nicht rentabel. Dieser nicht rentable Anteil wird im Wirtschaftlichkeitslückenmodell gefördert.

Parallel dazu stellt der Freistaat Thüringen ca. 3,2 Millionen Euro in Form einer Co-Finanzierung zur Verfügung. Die Städte und Gemeinden in der Kooperationsgemeinschaft Altenburg Ost beteiligen sich jeweils mit einem Eigenanteil von 10 Prozent –insgesamt mit 996.000 Euro an dieser Maßnahme. Auch Gebietskörperschaften, die sich in der Haushaltskonsolidierung befinden, profitieren vom Breitbandausbau: der Freistaat Thüringen übernimmt den Eigenanteil.

In der Kooperationsgemeinschaft Altenburg Ost befinden sich folgende Gebietskörperschaften:
Altenburg, Fockendorf, Fohnsdorf, Gerstenberg, Göpfersdorf, Gößnitz, Haselbach, Jückelberg, Langenleuba-Niederhain, Nobitz, Ponitz, Treben, Windischleuba und Ziegelheim.

Eine Karte mit den Fördergebieten (blau unterlegt) finden Sie rechts im Download-Bereich.

Ziel ist es, im Ausbaugebiet 4.893 Haushalte sowie 624 Gewerbe und 53 institutionelle Nachfrager mit Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s zu erschließen. Die förderfähigen Gewerbegebiete sollen zukünftig Glasfaseranschlüsse und somit Bandbreiten von 1 Gbit/s erhalten.

Zudem werden in der Kooperationsgemeinschaft 30 Schulen in folgenden Gebietskörperschaften mit Glasfaseranschlüssen ausgestattet: Altenburg, Gößnitz, Langenleuba-Niederhain, Nobitz, Ponitz, Treben und Windischleuba. Bei Schulen ist es das Ziel, jede Klasse mit mindestens 30 Mbit/s zu erschließen.

Insgesamt sollen in der Kooperationsgemeinschaft Altenburg Ost
durch den geförderten Breitbandausbau nach den jetzt vorliegenden Planungen ca. 770 Kilometer Glasfaserkabel, sowie 827 Kilometer Leerrohr neu verlegt werden.

Absolvierte Arbeitsschritte:
- Oktober 2016: Antrag auf Gewährung einer Zuwendung zur Deckung einer Wirtschaftlichkeitslücke
- März 2017: Erhalt Zuwendungsbescheid vom BMVI
- März 2017: Antrag auf Cofinanzierung beim Freistaat Thüringen
- April/Mai 2017 Ermittlung des juristischen und technischen Beraters zur Vorbereitung der europaweiten Ausschreibung
- Juli/August 2017: Neuplanung der Schulanbindung mit Glasfaseranschlüssen
- August 2017: Antrag auf Förderung von Beraterleistungen bei der Thüringer Aufbaubank
- September 2017: Erhalt Zuwendungsbescheid für Planungs- und Beratungsleistungen von der Thüringer Aufbaubank
- 13. September 2017: Vertragsunterzeichnung mit juristischem (Pricewaterhouse Coopers Legal AG) und technischem (MRK Management Consultants GmbH) Berater
- September bis November 2017: Vorbereitung der europaweiten Ausschreibungen und deren Veröffentlichung
- November 2017: Veröffentlichung der europaweiten Ausschreibung

Diese Arbeitsschritte erfolgten in enger Zusammenarbeit zwischen der atene KOM, dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft, dem Breitbandkompetenzzentrum Thüringen, der MRK Management Consultants GmbH, der Pricewaterhouse Coopers Legal AG und den Städten und Gemeinden im Projektgebiet des Landkreises Altenburger Land.

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Downloads
Karte Ausgbaugebiet OST (2.9 MB)
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Fachdienst Wirtschafts- und Tourismusförderung
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Lindenaustraße 9
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Telefon: 03447 586-268
Telefax: 03447 586-226
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