Ursachen für Fischsterben in Sprotte geklärt

[09.07.2018]

Schmölln. Durch eine Havarie im Abwasserkanalsystem der Stadtwerke Schmölln GmbH kam es am 12.05.2018 zum zeitweiligen Eintrag von nicht gereinigtem Abwasser in die Sprotte. Die Havarie ereignete sich am Regenüberlaufbecken 49 (RÜB 49) in Zschernitzsch, welches sich gegenüber der zentralen Kläranlage der Stadt Schmölln befindet. Auf Grund der lang anhaltenden Trockenheit lagerte sich sehr viel Sand vor dem Drosselorgan des RÜB an, so dass es verstopfte. Das RÜB lief voll und leitete danach nicht gereinigtes Abwasser über die Notentlastungsanlage in die Sprotte.

Auf Grund dieser Havarie und des niedrigen Wasserstandes der Sprotte kam es am selben Tag zu einem Fischsterben in der Sprotte im Bereich des Wehres in Großstöbnitz.
Die alarmierte Feuerwehr entfernte die toten Fische aus der Sprotte. Durch die untere Wasserbehörde des Landratsamtes erfolgte im Nachgang der Havarie eine Kontrolle des Gewässers sowie der betreffenden Abwasseranlagen.

Die Funktionsfähigkeit des Drosselorganes am RÜB 49 ist wieder hergestellt, so dass eine weitere Beeinträchtigung der Sprotte ausgeschlossen werden konnte.
Die am Tag der Havarie entnommenen Wasserproben belegen, dass ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Einleiten von ungeklärten Abwasser und dem Fischsterben besteht. Seitens der Stadtwerke Schmölln wurde erklärt, dass der eingetretene Schaden dem betroffenen Fischereiverein erstattet werden soll.

Birgit Seiler,
Fachdienstleiterin

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