Übergabe Fördermittelbescheid im Lindenau-Museum

[20.12.2018]

vlnr: Dr. Roland Krischke (Direktor Lindenau-Museum), Dr. Klaus Sühl (Thüringer Staatssekretär für Infrastruktur und Landwirtschaft), Matthias Bergmann (Vizelandrat) Altenburg. Dr. Klaus Sühl, Thüringer Staatssekretär für Infrastruktur und Landwirtschaft, übergab am Mittwoch, den 19. Dezember 2018, im Lindenau-Museum an Vizelandrat Matthias Bergmann und Museumsdirektor Dr. Roland Krischke einen Förderbescheid über 10 Millionen Euro. Der Betrag, der dem Landkreis Altenburger Land, dem Träger des Museums, in Form einer Schuldendiensthilfe zukommt, sichert einen bedeutenden Teil der geplanten Sanierung des Museums, die von 2020 bis 2023 geplant ist.

Das Lindenau-Museum kann damit vollständig barrierefrei saniert und mit Klimatechnik ausgestattet werden. Im Rahmen der anstehenden Arbeiten, für die das Museum ab Anfang 2020 vollständig leergezogen wird, erhält das Museum zudem eine Klimatechnik, die für den interanationalen Leihverkehr unabdingbar ist. Die Sammlungen werden völlig neu und familiengerecht präsentiert werden. Es werden auch zeitgemäße sanitäre Bereiche, eine Garderobe und ein Museumsladen entstehen. Durch den Auszug von Büros, Depots und Werkstätten wird es im Erdgeschoss Platz geben für einen neuen Ausstellungsbereich von ca. 200 Quadratmetern, der vor allem dem Museumsgründer Bernhard von Lindenau und seiner Museumsidee gewidmet sein soll.

Das geförderte Gesamtprojekt umfasst neben dem Lindenau-Museum, die Erweiterung um Flächen im Herzoglichen Marstall und die Instandsetzung des Schlossparks inklusive der Besucherführung zu den musealen Einrichtungen.

Landrat Uwe Melzer würdigte den Einsatz des Freistaates Thüringen, der sich schon vor der im November bekannt gewordenen Bundesförderung mit der nun übergebenen großen Summe zu seinem kulturellen Leuchtturm im Osten Thüringens bekannt habe. Nicht unerwähnt bleiben dürfe in diesem Zusammenhang auch die bereits 2018 erfolgte Erhöhung der jährlichen Zuwendung des Freistaates an das Lindenau-Museum um 100.000 Euro, mit denen die große Personalnot des Museums etwas gelindert werden könne. Im Haushalt des Landkreises für 2019 sind neu eine halbe Stelle für Pressearbeit und Social Media sowie eine halbe Stelle für Museologie eingeplant.

Museumsdirektor Dr. Roland Krischke verwies darauf, dass nach der Neueröffnung des Hauses 2023 das Lindenau-Museum erstmals internationalen Ausstellungsansprüchen genügen werde. Damit erhalte das Museum ganz neue Möglichkeiten. Damit verbunden seien aber auch berechtigte Erwartungen an die Ausstrahlung des neben Eisenach, Gotha und Weimar vierten Thüringer Kultur-Leuchtturms, denen das Lindenau-Museum nur zu gerne nachkommen wolle. Die einzigartigen Kunstsammlungen von der Antike bis zur Gegenwart, umfassten neben den 180 italienischen Tafelgemälden, die den internationalen Ruf des Museums begründet haben, viele Werke, die der Öffentlichkeit noch kaum bekannt seien. Das mehrere 10.000 Blatt umfassende Grafik-Kabinett mit der weltgrößten Sammlung an Werken von Gerhard Altenbourg sei dafür nur ein Beispiel. Für diesen außerordentlichen Bestand sei ab 2023 endlich ein Rahmen geschaffen, der dem Lindenau-Museum neue Entwicklungsmöglichkeiten gebe, die letztlich auch dem Kulturtourismus in Stadt und Landkreis einen neuen Auftrieb verleihen würden.

im Auftrag
Jana Fuchs
Öffentlichkeitsarbeit

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