Landratsamt übergibt Materialordner zum Thema Qualitätssicherung an kommunale Kindertagesstätten

[11.02.2019]

Altenburg. Im feierlichen Rahmen trafen sich vor wenigen Tagen Führungskräfte und Pädagogen aus 37 kommunalen Kinder­tagesstätten, Trägervertreter aus den Kommunen, Mitarbeiter der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) sowie die zuständige Fachkraft für Kita-Aufsicht des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport mit Landrat Uwe Melzer und der Kita-Fachberatung des Landratsamtes Altenburger Land. Anlass dieser Zusammenkunft war die Übergabe zweier Ordner „Aus der Praxis für die Praxis“ an alle kommunalen Kindertagesstätten und deren Träger.
Landrat Uwe Melzer mit den Teilnehmern des Qualitätszirkels und des Arbeitskreises „Gesundheit“, den Kita-Fachberaterinnen des Landratsamtes sowie Vertreterinnen des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Die Qualitätssicherung in kommunalen Kindertagesstätten ist ein zentrales Anliegen der Kita-Fachberatung des Landratsamtes Altenburger Land. Bereits im Jahr 2015 erfolgte die Übergabe von zwei Ordnern „Aus der Praxis für die Praxis“ durch den Träger der öffentlichen Jugendhilfe. Vielerorts sind diese bereits zum festen Bestandteil der Kita-Praxis geworden und dienen als Orientierungshilfe im Rahmen der Qualitätssicherung. Nun konnten zwei weitere Ordner als Erweiterung dieser Orientierungshilfe ausgegeben werden. „Das Altenburger Land ist derzeit der einzige Landkreis in Thüringen, der solche Qualitätsordner zur Unterstützung der Kita-Arbeit zu bieten hat“, freut sich Landrat Uwe Melzer. Insbesondere die Themen Personalentwicklung und Qualitätssicherung, die in den Ordnern enthalten sind, treffen den Nerv der Zeit und spielen im Arbeitsalltag von Kitas eine immer bedeutendere Rolle. Steigende Qualitätsansprüche in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung, die Pluralität von Familienkonzepten mit unterschiedlichen Erziehungs- und Wertevorstellungen und ein zunehmender Fachkräftemangel stellen die Träger und Kita-Teams stets vor neue Herausforderungen.
Von Januar 2017 bis Dezember 2018 entwickelten dazu elf erfahrene Kita-Leitungen unter der Federführung der Kita-Fachberaterinnen des Landratsamtes Jane Kasel und Manja Hesselbarth Empfehlungen und praktische Arbeitsmaterialien, die nun allen Fachkräften in den kommunalen Einrichtungen noch mehr Handlungssicherheit geben. Unterstützung erhielt der Qualitätszirkel durch die Prozessbegleiterin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung Jördis Matjeka im Rahmen des Bundesprogramms „Qualität vor Ort“.
„Die Kita-Fachberatung habe ich als Motor bei der Entstehung dieser beiden Ordner, aber auch als wertvolles Bindeglied zwischen den Teilnehmern des Qualitätszirkels und mir als Prozessbegleiterin bzw. der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung erlebt“, lobte Jördis Matjeka die Zusammenarbeit im Netzwerk.
Parallel zum Qualitätszirkel trafen sich pädagogische Fachkräfte, Trägervertreter und die Kita-Fachberaterinnen regelmäßig im Rahmen eines Arbeitskreises „Gesundheit“ mit der Referentin für Gesundheitsmanagement der Unfallkasse Thüringen Lena Petruschkat. Ziel des Arbeitskreises war es, die täglichen Belastungen im Arbeitsalltag pädagogischer Fachkräfte in den Blick zu nehmen und gute Beispiele aus der Praxis aber auch notwendige Maßnahmen zusammenzutragen, die der Gesundheitsfürsorge und Gesundheitsvorsorge dienen. Auch diese Inhalte wurden in die Ordner integriert.
Vier dicke Ordner umfasst das Material „Aus der Praxis für die Praxis“, das Kindertagesstätten Hilfestellungen bei der Qualitätssicherung gibt. Petra Schönfelder, Fachkraft für Kita-Aufsicht des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport, bezeichnet die entstandenen Ordner als eine hervorragende Orientierungshilfe für die Kita-Praxis mit Vorzeigecharakter.
Nicole Schell (l.), Manuela Bacher (r.), Kita
„Ponitzer Landmäuse“ Ponitz: „Die Notwendigkeit einer Orientierungshilfe für die Arbeit und auch der Wunsch nach fachlichem Austausch haben uns dazu bewegt, am Qualitätszirkel und am Arbeitskreis Gesundheit teilzunehmen. Aus den bereits 2015 erarbeiteten Qualitätsmanagement-Ordnern haben sich bei uns wichtige Formulare und Dienstanweisungen in der Praxis etabliert.“
Bettina Tuch (l.), Heike Thomas (r.), Kita „Kastanienhof“ Schmölln: „Wir gaben im Netzwerk gern unsere Praxiserfahrungen aus unserem Kita-Team weiter. Als bereichernd empfanden wir den Austausch mit anderen Erzieher- und Leitungskollegen zu verschiedenen Themen der Kita-Praxis, der unter der professionellen Anleitung der Kita-Fachberaterinnen stattfand.“
Sindy Jantsch (l), Kita „Zwergenstübchen“ Rositz:
„Als Stellvertretende Kita-Leiterin bin ich daran interessiert, krankheitsbedingte Ausfälle von den Erzieherinnen so gering wie möglich zu halten. Die Gesundheitsvorsorge und -fürsorge sehe ich dabei als eine der wichtigsten Aufgabe aller Beteiligten im Arbeitsprozess.“
Antje Röhnert (r), Kita „Haus der kleinen Füße“
Nobitz: „Durch die aktive Mitgestaltung der Inhalte der Ordner fällt es mir leicht, diese im Arbeitsalltag effektiv zu nutzen. Die ersten beiden Ordner sind in ständiger Nutzung und aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken. Ziel ist es nun, den Inhalt der neuen Ordner an das Team weiterzureichen, um perspektivisch unsere Arbeit zu erleichtern und Abläufe sinnvoll weiterzuentwickeln.“


im Auftrag

Jana Fuchs
Öffentlichkeitsarbeit

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