Landkreis startet Drogenpräventionsprojekt „Freiheit geSucht!?“ und holt Revolution Train nach Altenburg

[10.04.2019]

Der Revolution Train aus Prag macht im Mai Station in Altenburg. (petr peLucha photography) Altenburg. In Zusammenarbeit zwischen dem Landratsamt Altenburg, der Horizonte gGmbH und den SozialarbeiterInnen des Altenburger Landes ist in den letzten Monaten an einer Erweiterung des suchtpräventiven Angebotes im Landkreis gearbeitet worden. Entstanden ist das Projekt „Freiheit geSucht!?“, das in diesem Schuljahr für alle 8. Klassen des Altenburger Landes – rund 750 Schülerinnen und Schüler – angeboten wird. Dabei sollen sich die Schüler mit dem Thema Freiheit und Sucht in zweimal einer Doppelstunde im Unterricht auseinandersetzen. Im Zentrum des Projektes steht der Besuch des „Revolution Train“ aus Prag, der vom 16.5. bis 18.5.2019 auf dem Altenburger Bahnhof Station macht. Das Angebot wurde von Landrat Uwe Melzer beauftragt und wird vom Landkreis Altenburger Land finanziert.
Der Landkreis hat ein bedarfsgerechtes, differenziertes und aufeinander abgestimmtes Angebot im Bereich der Suchtprävention. Die Suchtberatungsstelle Altenburger Land, die schulbezogene Jugendsozialarbeit und die mobile Jugendarbeit bieten hierfür eine solide Basis der Primärprävention, die es ständig weiterzuentwickeln gilt. Dabei hat es sich als sinnvoll erwiesen, bestehende Angebote zu koordinieren und in der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen Präsenz zu zeigen. Das Projekt „Freiheit geSucht!?“ soll mit dem Besuch des Revolution Train dazu dienen, einen weiteren öffentlichkeitswirksamen und für die Zielgruppe methodischen Präventionsansatz zu gestalten. Ziel ist es, den Schülern ein authentisches Erlebnis zu vermitteln, das in der bisherigen Präventionsarbeit im Altenburger Land so noch nicht vorkommt. Durch das geplante Projekt soll an die von den Schulsozialarbeiterinnen in vorherigen Jahrgangsstufen vermittelten Inhalte der Suchtprävention angeknüpft werden. So kann das Wissen um Drogen und Sucht vertieft und gleichzeitig in ein Verhältnis zum eigenen Leben und zu eigenen Einstellungen gesetzt werden.
Die Vorbereitung an den Schulen läuft seit Mitte März und erfolgt über die schulbezogene Jugendsozialarbeit, die Suchtberatungsstelle, Mitarbeiter des Jugendamtes und Sozialarbeiter der Jugendsozialarbeit des Altenburger Landes. In den achten Klassen finden aktuell zwei Unterrichtseinheiten statt, in denen die Themen Freiheit, seelische Zufriedenheit und eigene Entscheidungsfindung im Mittelpunkt stehen. Am 16. und 17. Mai besuchen die Schulklassen den Drogenpräventionszug auf dem Altenburger Bahnhof – ein multimedialer mobiler Zug aus Prag, der sich mithilfe interaktiver und haptischer Elemente insbesondere an Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren wendet und vor allem primärpräventiv wirken soll. Die Schüler werden per Leinwand durch die Geschichte einer Suchtentstehung bei Jugendlichen geführt und finden sich anschließend selbst in den Kulissen des Films wieder. Damit soll der Kontext direkt erfahrbar gemacht und die Jugendlichen angeregt werden zu reflektieren, welche Entscheidungen sie selbst anstelle der Protagonisten treffen würden. Zum Abschluss können die Besucher einen anonymen Fragebogen zum Gesehenen ausfüllen, der im Nachhinein von der Kreisverwaltung ausgewertet und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird. Auch nach dem Besuch des Zuges ist das Projekt noch längst nicht beendet. Denn in weiteren Unterrichtseinheiten bis zu den Sommerferien werden die Projektmitarbeiter mit den Jugendlichen über das Erlebte im Zug sprechen. Zudem soll eine kreative Verarbeitung der Themen Freiheit und Sucht durch die Jugendlichen eigenständig an den Schulen erfolgen.
(petr peLucha photography) Am 18.5.2019 steht der Drogenpräventionszug allen Interessierten, Eltern, Kindern und Jugendlichen aus dem Landkreis kostenlos zur Verfügung. Dieser dritte Tag wird von der Kreissparkasse Altenburger Land und dem WAMM e. V. gesponsert. Nähere Informationen zu diesem Tag sind zum gegebenen Zeitpunkt der Tagespresse zu entnehmen. Für Fragen steht Kerstin Hopfmann vom Fachdienst Jugendarbeit/Kindertagesbetreuung des Landratsamtes unter der Telefonnummer: 03447 586 523 oder per E-Mail: kerstin.hopfmann@altenburgerland.de
gern zur Verfügung.

Im Auftrag

Jana Fuchs
Öffentlichkeitsarbeit

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