Der Gelbe Sack ist keine Plastiksammlung

[23.09.2019]

Altenburg. Immer wieder stellen wir fest, dass mancher Bürger der Meinung ist, beim Gelben Sack handele es sich um eine Plastiksammlung. Das ist aber nicht so. Der Gelbe Sack wird von der Privatwirtschaft finanziert. Hersteller und Vertreiber zahlen Lizenzentgelte für die Verpackungen an die Dualen Systeme Deutschlands. Damit finanzieren diese Firmen die Entsorgung und das Recycling der Verpackungen. Der Bürger zahlt in seinen Müllgebühren keinen Cent für das Einsammeln, Transportieren, Entsorgen und Recyceln von Verpackungen.
Was darf im Altenburger Land in den Gelben Sack entsorgt werden? In den Gelben Sack gehören ausschließlich Verkaufsverpackungen aus Metall, Kunststoff oder Verbundmaterialien. Gebrauchs- und Haushaltsgegenstände aus den gleichen Materialien, die jedoch keine Verkaufsverpackung sind, dürfen nicht hinein. Dies sind die sogenannten stoffgleichen Nichtverpackungen, also z.B. keine Zahnbürsten, CD, DVD, Videokassetten, Eimer, Waschschüsseln, Gießkannen, Kleiderbügel, Kinderspielzeug aus Plaste, Klappboxen, Toilettendeckel, Abdeckplanen. Verpackungen aus Papier oder Kartonagen gehören zum Altpapier. Altglas wird nach Farben getrennt in Glascontainern gesammelt. Bei Sichtverpackungen aus Karton und Kunststoff, (z. B. Kaffeeverpackung, Zigarettenschachteln) sollen beide Materialien voneinander getrennt entsorgt werden.
Die Verpackungen sollen restentleert in die Sammlung gegeben werden, aber sie müssen nicht sauber gespült sein. Seile, Bänder, Netze sind unbedingt über die Restmülltonnen zu entsorgen, da sie für die Sortieranlagen problematisch sind und immer wieder die Sortierbänder blockieren. Als Beispiele sind Obst- und Kartoffelnetze zu nennen. Ganz wichtig: Bitte entsorgen Sie Ihren Restmüll nicht über den Gelben Sack. Hier sind speziell Hygieneartikel (Windeln, Vorlagen, Wattestäbchen etc.) oder nicht geleerte Verpackungen mit Essensresten (Assietten) genannt. Das beauftragte Entsorgungsunternehmen ist berechtigt, Säcke mit sichtbarem Restmüll, Bioabfall, Glas oder Papier stehen zu lassen. Meist sind sie mit einem Aufkleber versehen. Eine Abgabe dieser falsch befüllten Säcke über die Recyclinghöfe ist ebenso nicht möglich; sie gehören dann in Ihre Restmülltonne oder müssen neu sortiert werden. Saubere Mülltrennung ist die Voraussetzung für ein hochwertiges Recycling.


Im Auftrag

Jana Fuchs
Öffentlichkeitsarbeit

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