Beschwerdemanagement im Landratsamt zu Windenergieanlagen in der Gemarkung Drogen/Steinsdorf

[08.11.2019]

Altenburg/Schmölln. Die Genehmigung für die vier Windenergieanlagen in den Gemarkungen Steinsdorf und Drogen wurde am 9. Januar 2018 erteilt und ist nunmehr bestandskräftig. Mittlerweile sind alle vier Anlagen in Betrieb. Als Überwachungsbehörde ist es die Aufgabe des Landratsamtes Altenburger Land, die Festlegungen aus dem Genehmigungsbescheid zu kontrollieren. Sofern es Anhaltspunkte gibt, die auf einen nicht ordnungsgemäßen Betrieb der Anlagen hinweisen, wird dem die Untere Immissionsschutzbehörde mit hoher Priorität nachgehen und gegebenenfalls Maßnahmen anordnen. In den vergangenen Wochen sind zahlreiche Beschwerden hinsichtlich des Lärms im Landratsamt eingegangen.
Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens wurde eine Lärmprognose für die Wind­
energieanlagen erstellt. Der Antragsteller hat damit formal nachgewiesen, dass durch die geplanten Anlagen die vorgegebenen Lärmwerte nach TA Lärm (technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm) grundsätzlich eingehalten werden. Der Anlagenbetreiber wurde durch das Landratsamt im Genehmigungsbescheid verpflichtet, innerhalb von zwölf Monaten nach Inbetriebnahme einen messtechnischen Nachweis durch eine vom Land Thüringen bekanntgegebene Messstelle zu erbringen. Nach Auffassung der Unteren Immissionsschutzbehörde soll die Messung so schnell wie möglich durchgeführt werden. Derzeit wird von einer bekanntgegebenen Messstelle ein detaillierter Messplan erarbeitet. Nach Abschluss der Messung und Vorliegen der Messergebnisse, sollen diese in einer öffentlichen Veranstaltung durch das Messbüro vorgestellt werden. Dieser Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Dabei wird auf rege Teilnahme der betroffenen Bürgerinnen und Bürger gehofft.
Zu dem Thema Nachtbeleuchtung sind ebenso Beschwerden im Landratsamt eingegangen. Mit der Änderung des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien besteht die Plicht, Anlagen mit einer Einrichtung zur bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung von Luftfahrthindernissen auszustatten. Derzeit fehlt es noch an der Zulassung dieser technischen Systeme durch die Deutsche Flugsicherung. Eine Umrüstung von Bestandsanlagen soll dann bis zum 1. Juli 2020 erfolgen.
„Für uns als Überwachungsbehörde ist es wichtig, dass wir von den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern Unterstützung erhalten, die entsprechenden Beeinträchtigungen möglichst in Form eines Protokolls zu dokumentieren. Derartige Daten werden erfasst und verarbeitet sowie gleichzeitig an den Anlagenbetreiber weitergeleitet. Unter Hinzuziehung von Wetterdaten und den dokumentierten Betriebszeiten der Anlage können die Angaben ausgewertet und beurteilt werden“, erläutert Birgit Seiler, Fachdienstleiterin Natur- und Umweltschutz im Landratsamt Altenburger Land.

Kontakt:
Landratsamt Altenburger Land, FD Natur- und Umweltschutz
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04600 Altenburg
Tel.: 03447 586-478
Fax: 03447 586-495
E-Mail: umwelt@altenburgerland.de


Im Auftrag
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Öffentlichkeitsarbeit

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