Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern weiterhin untersagt

[15.05.2020]

Im Juni 2019 war die Pleiße in Münsa nur noch knöcheltief. Im Juni 2019 war die Pleiße in Münsa nur noch knöcheltief.

Allgemeinverfügung von 2019 ist noch gültig

Altenburg. Die Trockenheit der vergangenen zwei Jahre setzt sich bisher auch 2020 fort. Die Situation in den Gewässern des Landkreises ist nach wie vor angespannt und der Grundwasserspiegel sehr niedrig. Für das Altenburger Land gilt deshalb seit dem 11. Juli 2019 eine Allgemeinverfügung, die die Entnahme von Wasser aus oberirdischen Gewässern untersagt. Diese ist nach wie vor voll in Kraft, informiert die untere Wasserbehörde zu Beginn der Gießsaison.

Das Defizit des Wasserhaushaltes aus den Jahren 2018 und 2019 ist noch nicht ausgeglichen und weiterhin fehlen Niederschläge. Bei langanhaltender außerordentlicher Trockenheit wie in den vergangenen Jahren und den ersten Monaten 2020 nehmen Tier- und Pflanzenwelt in den Gewässern Schaden, schildert die untere Wasserbehörde des Landkreises Altenburger Land.

Um die Natur zu schützen und um Beeinträchtigungen des Wasserhaushalts zu vermeiden sowie Schäden des ökologischen und chemischen Gewässerzustands zu vermeiden, wurde bereits 2019 ein Verbot zur Entnahme von Wasser aus oberirdischen Gewässern erlassen. “Diese Allgemeinverfügung ist unverändert gültig”, betont Birgit Seiler, Fachdienstleiterin in der Wasserbehörde im Landratsamt.

Konkret untersagt sind demnach zum einen die Wasserentnahmen aus oberirdischen Gewässern wie Bächen, Flüssen und Seen mittels Pumpen für den eigenen Bedarf. Zum anderen sind erteilte wasserrechtliche Erlaubnisse bis zum Außerkrafttreten der Allgemeinverfügung widerrufen. Der Fachdienst kontrolliert die Einhaltung. Zuwiderhandlungen stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld bis 50 000 Euro geahndet werden können.



Im Auftrag
Jörg Reuter
Öffentlichkeitsarbeit

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