Häufig gestellte Fragen zu Corona - FAQ

Vor einem Anruf an unserer Hotline 03447 586-888 bitten wir die nachfolgenden Antworten zum aktuellen Geschehen zu lesen. Hier beantwortet das Gesundheitsamt Altenburger Land bereits die wichtigsten Fragen.

Stand der FAQ´s: 14.01.2020

Allgemeine Fragen:


Mein Corona-Test ist positiv. Wie geht es jetzt weiter?
Wenn Sie positiv getestet wurden begeben Sie sich bitte sofort in Quarantäne. Auch wenn Sie das Gesundheitsamt noch nicht offiziell kontaktiert hat. Informieren Sie bitte Ihre direkten Kontaktpersonen (Kategorie I).

Nachdem das Gesundheitsamt Kenntnis hat, dass bei einer Person COVID-19 nachgewiesen wurde, kontaktieren wir diese Person, ermitteln deren Kontaktpersonen und kontaktieren auch diese. Telefonisch wird dann die Quarantäne angeordnet. Diese ist ab diesem Zeitpunkt bereits verbindlich. Auch Kontaktpersonen der Kategorie I (direkter Kontakt) müssen sich sofort in Quarantäne begeben.

Bereiten Sie sich bitte gut auf das Telefonat mit dem Gesundheitsamt zur Kontaktpersonennachverfolgung vor, indem Sie möglichst viele relevante Namen, Daten und Fakten vorher zusammentragen und sich auf dieses vorbereitete Formular notieren. So können wir das Telefonat beschleunigen.

Bitte geben Sie alle Kontaktpersonen an, mit denen Sie 2 Tage vor Ihrer Testung Kontakt hatten. Wenn Sie vor der Testung bereits Symptome hatten, benötigen wir rückwirkend alle Kontakte, der letzten 2 Tage vor Symptombeginn.

Senden Sie dieses Formular bitte nicht vorab schon an das Gesundheitsamt. Es dient lediglich für Sie zur Vorbereitung und enthält die Daten, die wir im Telefonat abfragen. Sie werden vom Gesundheitsamt angerufen.

Danach wird das zugehörige Quarantäne-Schreiben erstellt. Dies setzt voraus, dass alle Daten noch in die Systeme eingegeben werden. Da es an manchen Tagen über 100 Neuinfizierte und oft weit über 500 Kontaktpersonen gibt, kann es dabei zu Verzögerungen kommen. In der Regel erhalten die Personen die Quarantäne-Schreiben zwei bis sieben Tage nach dem positiven Test. Beim Arbeitgeber können Sie dieses dann immer noch vorlegen. Im Schreiben ist nur noch einmal festgehalten von wann bis wann die Quarantäne gilt (14 Tage ab Kontakt/Infektion).



Ich möchte mich impfen lassen. Wo kann ich mich informieren?
Für die Impfungen in Thüringen ist die Kassenärztliche Vereinigung zuständig. Informationen rund um die Corona-Schutzimpfung finden Sie auf der Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen sowie der Internetseite https://www.impfen-thueringen.de

Die Terminvergabe für Anspruchsberechtigte Personen der höchsten Priorität kann online vorgenommen werden unter http://www.impfen-thueringen.de sowie telefonisch unter der Tel.-Nr. 03643 4950490.

Folgende Personen haben demnach mit höchster Priorität Anspruch auf die Schutzimpfung:
  1. Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben,

  2. Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,

  3. Personen, die im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen,

  4. Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den Impfzentren im Sinne von § 6 Absatz 1 Satz 1 sowie in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden,

  5. Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin.


  6. Für Fragen zur Impfung selbst gibt es u. a. eine bundesweit erreichbare Telefonnummer der BARMER Krankenkasse. Diese lautet: 0800 84 84 111.

    Seit dem 13.01.2020 ist die Impfstelle des Landkreises Altenburger Land in Schmölln in Betrieb; zunächst Montag bis Freitag von 14.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Ab 03.02.2021 wird dann auch vormittags geimpft.



Wer muss in Quarantäne?
  1. Alle positiv getesteten Personen
  2. Alle Kontaktpersonen der Kategorie 1 (enger Kontakt zu einem positiv getesteten)



Wie lange dauert die Quarantäne?
Im Falle von Covid-19 richtet sich die Dauer nach der möglichen Inkubationszeit, beträgt somit 14 Tage ab dem Abstrichtermin des Tests.



Was bedeutet Kontaktperson bzw. Kategorie?
Kontaktpersonen der Kategorie 1 sind Personen, die einen engeren Kontakt zu einem Infizierten oder zu dessen Körperausscheidungen hatten. Diese müssen in Quarantäne.

Kontaktpersonen Kategorie 2 (=indirekte Kontaktpersonen) sind Personen, die nur Kontakt zu einer Kontaktperson Kat. 1 hatten. Diese müssen nicht in Quarantäne, sollen sich aber selbst auf Symptome beobachten und absondern.



Wann wird ein Abstrich gemacht?
Testkriterien des Robert-Koch-Institutes für die SARS-CoV-2 Diagnostik



Ich habe noch kein Schreiben zur Quarantäne erhalten?
Nachdem das Gesundheitsamt Kenntnis hat, dass bei einer Person COVID-19 nachgewiesen wurde, kontaktieren wir diese Person, ermitteln die Kontaktpersonen und kontaktieren auch diese. Telefonisch wird dann Quarantäne angeordnet. Diese ist ab diesem Zeitpunkt bereits verbindlich.

Das zugehörige Schreiben wird nachfolgend erstellt, setzt aber voraus, dass alle Daten noch in die Systeme eingegeben werden. Da es an manchen Tagen über 100 Neuinfizierte und über 500 Kontaktpersonen gibt, kann es dabei zu Verzögerungen kommen. In der Regel erhalten die Personen die Quarantäne-Schreiben zwei bis sieben Tage nach dem positiven Test. Beim Arbeitgeber können Sie diese dann immer noch vorlegen. Im Schreiben ist nur noch einmal festgehalten von wann bis wann die Quarantäne gilt (14 Tage ab Kontakt/Infektion).



Wie soll ich mich während der Quarantäne verhalten?
In Quarantäne befindliche Personen dürfen die eigene Wohnung bzw. das eigene Grundstück nicht verlassen. Sie dürfen den öffentlichen Raum nicht betreten.

Darf ich mit dem Hund spazieren gehen in der Quarantäne?: Nein.

Darf ich einkaufen gehen?: Nein.

Wer kauft dann ein?: z.B. ein Nachbar, ein Freund, Familienangehörige, die nicht in Quarantäne sind.

Wenn Sie in eine Notlage kommen, rufen Sie bitte die Hotline 03447-586-888 an.

Verhaltenshinweise des RKI:
- für Personen mit bestätigter Covid-Erkarankung (positiver Test)
- für Kontaktpersonen in Quarantäne



Kontaktpersonennachverfolgung: Ich bin Kontaktperson/ich bin infiziert, was nun?
Wenn Sie positiv getestet wurden begeben Sie sich bitte sofort in
Quarantäne. Auch wenn Sie das Gesundheitsamt noch nicht offiziell kontaktiert hat. Wenn Sie infiziert sind, teilen Sie dies bitte umgehend selbst Ihren direkten Kontaktpersonen mit.

Nachdem das Gesundheitsamt Kenntnis hat, dass bei einer Person COVID-19 nachgewiesen wurde, kontaktieren wir diese Person, ermitteln deren Kontaktpersonen und kontaktieren auch diese. Telefonisch wird dann die Quarantäne angeordnet. Diese ist ab diesem Zeitpunkt bereits verbindlich. Auch Kontaktpersonen der Kategorie I (direkter Kontakt) begeben sich bitte sofort in Quarantäne.

Bereiten Sie sich bitte gut auf das Telefonat mit dem Gesundheitsamt zur Kontaktpersonennachverfolgung vor, indem Sie möglichst viele relevante Namen, Daten und Fakten vorher notieren. So können wir das Telefonat beschleunigen.

Mit der Quarantäneanordnung erhalten Sie ein Tagebuch, in dem aufgetretene Symptome vermerkt werden müssen.

Dies dient dem gesundheitlichen Selbstmonitoring bis zum 14. Tag nach dem letzten Kontakt zum Quellfall und beinhaltet:
• tägliches Messen der Körpertemperatur
• vermerken sämtlicher Symptome

Das Tagebuch steht auch hier auf der Homepage des RKI zum Download bereit.

Sobald bei einer Kontaktperson Symptome auftreten die auf eine Coronainfektion hinweisen könnten, muss diese sich bei der von uns eingerichteten Hotline 03447 586-888 melden und einen Testtermin vereinbaren.

Am Ende Ihrer Quarantäne übersenden Sie uns Ihr ausgefülltes Tagebuch.






Die Corona-App zeigt ein Infektionsrisiko an, was nun?
Wenn Sie eine Warnung von der App erhalten, melden Sie sich bitte an der Hotline 03447 586-888 und machen Sie einen Termin zum Abstrich aus.



Ich habe Fieber und Husten; Wie soll ich mich bei Verdacht auf eine Corona-Infektion verhalten?
Wenn Sie typische Symptome (Husten, Fieber, Atemnot) wahrnehmen, sollten Sie zunächst telefonisch Ihren Hausarzt anrufen, und mit diesem abstimmen, wie Sie weiter vorgehen. Bitte gehen Sie nicht einfach in das Wartezimmer oder in die Notaufnahmen. Ihr Arzt entscheidet dann, ob ein COVID-19 Test durchgeführt werden soll. Er wird Sie ggf. über die 116 117 zu einem Test anmelden (Rachenabstrich). Am Wochenende kontaktieren Sie bitte den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter Tel. 116 117.



Wie kann ich mich sonst vor einer Coronainfektion schützen?Die Infektion durch das Sars-Cov2-Virus erfolgt als Tröpfcheninfektion oder über Aerosole. Daher ist der wichtigster und effektivster Schutz vor einer Infektion eine strikte Reduktion von persönlichen Kontakten, das Einhalten von Mindestabständen sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.
Ansonsten gelten wie auch bei Grippe die Einhaltung bekannter Hygienemaßnahmen (siehe Merkblatt des Gesundheitsamtes im Download-Bereich)
sowie die von der Thüringer Landesregierung vorgegebenen Verhaltensregeln.


Fragen zu Kitas und Schulen (Eltern/Kinder):


Ich erhielt eben die Mitteilung, dass mein Kind auf Grund einer positiv auf eine Infektion mit Coronavirus SARS-CoV-2 getesteten Person in der Klasse/Gruppe/Einrichtung, abgeholt werden muss. Wie habe ich mich nun zu verhalten?
Ihr Kind gilt als sogenannte Kontaktperson ersten Grades und muss sich in häusliche Quarantäne begeben. In den nächsten Tagen werden Sie vom Gesundheitsamt ein entsprechendes Schreiben erhalten. Dies kann ein paar Tage in Anspruch nehmen, da alle Eltern der Betroffenen Gruppe, Klasse oder Einrichtung kontaktiert werden müssen. Haben Sie daher bitte etwas Geduld.

Wenn Ihr Kind das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, kann, um die Betreuung Ihres Kindes abzusichern, ein Elternteil zuhause bleiben. Die schriftliche Quarantäneanordnung wird so schnell wie möglich erstellt und Ihnen per Post zugesandt.



Bin ich als Elternteil nun auch in Quarantäne?
Nein. Ihr Kind gilt als Kontaktperson ersten Grades und ist damit in Quarantäne. Sie als Elternteil gelten als sogenannter „Kontakt vom Kontakt“ und müssen sich daher nicht häuslich absondern. Sie sind nur Zuhause um die Betreuung abzusichern.



Wie muss ich mich nun gegenüber meinem Arbeitgeber verhalten?
Informieren Sie ihren Arbeitgeber so schnell wie möglich. Zunächst muss geklärt werden, wie und von welchem Elternteil die Betreuung des Kindes abgesichert werden kann. Dabei können sich die Eltern die Betreuungszeit auch tageweise teilen. Dies muss allerdings klar mit den Arbeitgebern geklärt werden. Die schriftliche Quarantäneanordnung gilt als Nachweis für Ihren Arbeitgeber. Sie haben daher eine Kopie dieser Anordnung an Ihren Arbeitgeber zu senden.



Welche finanziellen Auswirkungen hat dies für mich?
Genaue Auskünfte kann Ihnen das für die Entschädigung zuständige Thüringer Landesverwaltungsamt geben.

Generell bedeutet das, dass die Lohnzahlung entsprechend der Berechnung bei sogenannten „Kind-krank-Tagen“ erfolgt, sollte diese Zeit nicht mit Hilfe von Überstunden, Urlaub oder der Gleichen überbrückt werden können. Diese Tage werden aber nicht von den Ihnen gesetzlich zustehenden „Kind-krank-Tagen“ abgezogen, sondern gelten zusätzlich.



Wie wird mein Arbeitgeber abgesichert?
Ihr Arbeitgeber kann bei der zuständigen Stelle einen Antrag auf Entschädigung gem. § 56 Abs. 1a IfSG stellen.

Die zuständige Stelle ist das:

Thüringer Landesverwaltungsamt
Referat 500
Jorge-Semprún-Platz 4
99423 Weimar
Telefon: 0361 – 57 332 1469

Fragen zum Coronavirus / Covid-19 / SARS-CoV-2:


Was bedeutet der Erreger?
Die Covid-19 Infektion wird durch so genannte Coronaviren des Typs SARS-CoV-2 verursacht (SARS steht für Severe Acute Respiratory Syndrome (Schweres Akutes Atemwegssyndrom)). Der Erreger SARS-CoV-2 ist verwandt mit dem Erreger der SARS Epidemie (2002/2003) und der MERS Epidemie (2012). Ansonsten sind Coronaviren in vielen Fällen für typische Erkältungskrankheiten verantwortlich.
Bei SARS-CoV-2 handelt es sich um ein behülltes lineares RNA Virus. Die Eiweiße der Hülle, insbesondere die so genannten Spike Proteine, könnten evtl. später helfen Impfstoffe zu entwickeln; aktuell wird daran geforscht, es gibt bereits erste Impfstoffkandidaten, die in klinischen Untersuchungen auf ihre Sicherheit und Wirksamkeit überprüft werden. Bis dies abgeschlossen ist, ein Impfstoff zugelassen ist, ausreichend Wirkstoffe produziert sind, und die Bevölkerung breit geimpft werden kann, wir aber noch einige Zeit vergehen.

Der neue Stamm SARS-CoV-2 ist auf einem Markt in Wuhan (China) aus dem Tierreich auf den Menschen übergesprungen, und verursacht leichte bis schwerste Infektionen der oberen und unteren Atemwege. Es ist eine ernsthafte, mitunter auch lebensbedrohliche Krankheit. Die ersten Fälle sind in China in der Provinz Hubei im Dezember 2019 aufgetreten.
Erkältungen, Grippe oder „grippale Infekte“ zeigen zum Teil ähnliche Symptome, werden aber von anderen Erregern verursacht (RS-Viren, Parainfluenzaviren, Influenzaviren).

Nach der ersten Welle im Frühjahr, die durch klare Infektionsketten (vor allem Reiserückkehrer) gekennzeichnet war, habe wir es in der jetzigen zweiten Welle mit einem wesentlich breiteren diffusen Infektionsgeschehen zu tun, bei dem sich trotz Ermittlung immer wieder nicht klären lässt, wo der betroffene sich infiziert hat.

Aktuell wird auch weiter versucht, die Epidemie aufzuhalten und einzudämmen, indem Kontaktpersonen gesucht werden, Patienten isoliert werden und ggf. betroffene Einrichtungen geschlossen werden können. Ziel ist die Unterbrechung der Infektionsketten.
Daneben wird versucht durch die Schaffung sozialer Distanz (reduzierte soziale Kontakte, Minimierung des öffentlichen Lebens etc.) die weitere Ausbreitung von COVID-19 zu bremsen, da bei ungebremster Ausbreitung zu viele Menschen in zu kurzer Zeit erkranken, was die Kapazitäten des deutschen Gesundheitssystems überfordern würde.

Der Fachdienst Gesundheit Altenburg verfährt in der aktuellen Lage nach den geltenden Verordnungen des Landes Thüringen, dem Infektionsschutzgesetz der Bundesrepublik Deutschland und nach den jeweils aktuellsten Empfehlungen des Robert Koch Institutes.



Wie erfolgt die Übertragung?
Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion. Die Tröpfchen (> 5 μm) entstehen beim Husten oder Niesen und können somit über geringe Distanz auf die Schleimhäute der Atemwege von Kontaktpersonen gelangen. Auch eine Übertragung über Aerosole mit sehr kleinen Tröpfchen (<2,5 μm) ist möglich. Diese breiten sich noch weiter im Raum aus und sinken langsamer zu Boden.
Eine Übertragung durch direkten Handkontakt mit kontaminierten Flächen und darauffolgenden Hand-Mund- oder Hand-Nasen-Kontakt (z. B. Händeschütteln) ebenso wie eine aerogene Übertragung durch Tröpfchenkerne (< 5 μm), beim Sprechen, Atmen, Husten oder Niesen ist möglich.
Die Tröpfcheninfektion tritt vor allem auf, wenn Menschen näher als 1,5 m aneinander kommen.
Daneben ist eine Übertragung auch durch Schmutz-Schmier-Infektion möglich.
Es gibt Hinweise, dass der Erreger möglicherweise mehrere Tage auf Oberflächen infektiös bleiben kann.

Inkubationszeit: Die Inkubationszeit ist die Zeit zwischen der Erregeraufnahme und dem Auftreten erster Krankheitszeichen und liegt bei Erkrankung an Covid-19 bei 1-12,5 Tagen, (bis zu 14 Tagen, woraus sich die Quarantänezeit von 14 Tagen ergibt).
Dauer der Ansteckungsfähigkeit: Die Erkrankten sind bereits vor Beginn der Beschwerden ansteckend. Die höchste Ansteckungsgefahr scheint in den letzten 2-4 Tagen vor Symptombeginn zu sein.



Welche Symptome verursacht die Erkrankung?
Mögliche typische Symptome sind:
  • trockener Husten
  • Fieber
  • Muskel- und/oder Gliederschmerzen
  • Atemnot
  • Erschöpfung
  • Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns
  • Durchfall

Nicht alle Covid-19-Infektionen laufen mit typischer Symptomatik ab. Bei einem unkomplizierten Verlauf gehen die Beschwerden nach 5 bis 7 Tagen zurück. Die Schwere der Erkrankung kann sehr unterschiedlich sein. Eine Covid-19-Infektion kann mit leichten oder fast ohne Beschwerden verlaufen. Sie kann dagegen aber auch mit schweren und schwersten Krankheitsverläufen einhergehen, die im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Im Gegensatz zur Grippe kann es bei COVID-19 zu einer Entzündung der Innenauskleidung der Blutgefäße (Endothel) kommen, die dann über eine Aktivierung der Blutplättchen und des Gerinnungssystems zu Verschlüssen der Blutgefäße führt. Dadurch tritt der Tod oft in Form eines Schlaganfalles, Herzinfarktes, Lungenembolie oder auch Lungenversagens (Verschluss vieler Lungengefäße) sowie Multiorganversagen ein.



Wie gefährlich ist die Erkrankung?
Aktuell geht man davon aus, dass etwa 80% leichte Verläufe zeigen, etwa 14% schwere Verläufe, und ungefähr 5% zeigen einen kritischen Verlauf. Die Gesamtsterblichkeit wird nach den aktuellen Zahlen mit etwa 2,5 bis 2,9 % berechnet, weltweit liegt sie bei 3,0 %, kann aber auch wesentlich höher liegen (Belgien: 31%; Frankreich: 24%). Die Mortalität steigt ab 65 Jahre steil an und erreicht etwa 10-15% bei den über 80 jährigen.
Nach einer überstandenen Infektion klagen viele Patienten noch lange Wochen über Schwäche, Ermüdbarkeit und fehlendes Geruchs- oder Geschmacksvermögen.
Ob es Langzeitschäden gibt, ist derzeit noch nicht bekannt.



Wer ist besonders gefährdet?
Allgemein steigt das Risiko mit dem Alter ab 50-60 Jahre stetig an. Vor allem ältere Menschen (über 80 Jahre) und Menschen mit Vorerkrankungen sind gefährdet. Vorerkrankungen, die ein besonderes Risiko darstellen sind nach derzeitiger Kenntnis:
  • Immundefekte
  • Chronisch obstruktive Bronchitis (COPD)
  • Mukoviszidose
  • Diabetes mellitus
  • Herzinsuffizienz (Pumpschwäche des Herzens)
  • Niereninsuffizienz
  • Leberinsuffizienz
  • Schlaganfall, Herzinfarkt
  • Asthma bronchiale (nur wenn schlecht kontrolliert)
  • Krebserkrankung
  • HIV/AIDS
  • Immunsuppressive Therapie (Cortison etc.)
  • Zytostatische Therapie (Chemotherapie bei Krebs)



Wie erfolgt die Therapie/ Behandlung?
Es gibt keine spezifische Therapie. Es ist nur möglich symptomatisch zu behandeln, d.h. Fiebersenkung, Beatmung, Ruhe etc.. Ansonsten versucht man bei den kritischen Verläufen eine überschießende Immunreaktion zu dämpfen, und die Bildung von Blutgerinnseln zu hemmen.

Wenn Sie typische Symptome (Husten, Fieber, Atemnot) wahrnehmen, sollten Sie zunächst telefonisch Ihren Hausarzt anrufen, und mit diesem abstimmen, wie Sie weiter vorgehen. Bitte gehen Sie nicht einfach in das Wartezimmer oder in die Notaufnahmen.
Ihr Arzt entscheidet dann, je nach Falllage, ob ein COVID-19 Test durchgeführt werden soll oder nicht. Er wird Sie ggf. über die 116117 zu einem Test anmelden (Rachenabstrich).

Personen, die Kontakt zu einem bestätigten Fall hatten, werden im Rahmen der Kontaktpersonennachverfolgung vom Gesundheitsamt kontaktiert, und ggf. getestet.

Test
Der Test (PCR) weist das SARS-CoV2 Virus (Erreger der Coronaepidemie COVID-19) selbst nach. Ein positiver Nachweis bedeutet demnach, dass der Betreffende das Virus im Rachen/Nasenraum trägt und als infektiös einzustufen ist.
In den aktuellen Coronatests werden 2 Sequenzen getestet, um somit einen spezifischen Nachweis des Erregers SARS-CoV-2 zu erbringen. Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) ist dazu als Standardverfahren etabliert und liefert qualitätsgesicherte und zuverlässige Ergebnisse. Das Verfahren muss so gemacht werden um sicher zwischen SARS-CoV2 und anderen Viren aus der Gruppe der Coronaviren zu unterscheiden.
Wichtig: der PCR Test zeigt, dass jemand mit SARS-CoV2 infiziert ist. Aber: Es gibt momentan keinen Ausschlusstest, der sichert, dass jemand das Virus nicht trägt.
Es kann also keinen Negativbescheid /keine Unbedenklichkeitsbescheinigung etc. geben.

Daraus ergibt sich, dass ein Test auf das Virus nur dann sinnvoll ist, wenn einerseits Symptome bestehen, und daher angenommen werden kann, dass das Virus im Rachen vorhanden ist, und andererseits Umstände vermuten lassen, dass COVID-19 vorliegen könnte (z.B. Kontakt zu bekannten COVID-19 Fällen oder zu Risikogebiet).

Dabei ist zu berücksichtigen, dass Schutzmaterial, Testmaterial, und Laborkapazitäten zwar in ausreichendem Masse vorhanden sind, aber nicht unbegrenzt. Eine flächendeckende Testung der Bevölkerung ohne Auswahl ist derzeit nicht durchführbar.

Der Test wird (a) am Abstrichpunkt (Drive-In) am Klinikum Altenburger Land von den Ärzten der KV und den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes durchgeführt. Hierzu muss aber vorher ein Termin vereinbart worden sein (über Hausarzt und 116117).
oder (b) im Fachdienst Gesundheit (ebenfalls nur mit Termin) durchgeführt.



Was ist bei einer Erkrankung außerdem zu beachten?
Um eine Weiterverbreitung zu vermeiden, sollten Sie den Kontakt zu anderen Menschen möglichst einschränken, besonders zu Säuglingen, Kleinkindern und Schwangeren sowie Senioren und Menschen mit geschwächter Immunabwehr oder mit Grunderkrankungen.
Bleiben Sie in der akuten Krankheitsphase zu Hause und halten Sie Bettruhe ein.
Sorgen Sie für eine regelmäßige Durchlüftung des Krankenzimmers bzw. Aufenthaltsraumes.
Antibiotika sind wirkungslos bei Krankheiten, die durch Viren ausgelöst werden. Sie kommen gegebenenfalls zum Einsatz, wenn zusätzlich bakteriell verursachte Komplikationen auftreten.



Welche Schutzmaßnahmen sind möglich?
Mögliche persönliche Schutzmaßnahmen sind:

Es gibt keine Impfung. Es gibt keine prophylaktische Therapie.

Mögliche persönliche Schutzmaßnahmen sind:
Reduzieren Sie persönliche Kontakte auf das Mindestmaß. Vermeiden Sie nicht zwingend notwendige Reisen. Meiden Sie alle Ansammlungen von Menschen in Räumen und Gedränge.
Waschen Sie sich häufig die Hände mit Wasser und Seife und meiden Sie möglichst Händeschütteln. Da es sich um ein behülltes Virus handelt, wird dieses schon durch die Seife zerstört.

Halten Sie zu allen Personen, die nicht zu Ihrem Haushalt gehören, einen Mindestabstand von 1,5 m ein. Tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung. Diese hilft vor allem, dass die Tröpfchen nicht so weit in den Raum gestreut werden, und auch weniger aufgenommen werden.

Niesen und husten Sie nicht Ihre Mitmenschen an. Wenden Sie sich ab und husten oder niesen Sie in ein Einmaltaschentuch oder in die Ellenbeuge. Wenn Sie beim Niesen oder Husten doch die Hand vor dem Gesicht hatten, waschen Sie sich möglichst direkt danach die Hände. Gleiches gilt auch nach der Benutzung von Einmaltaschentüchern.

Berühren Sie so wenig wie möglich mit Ihren Händen die Schleimhäute von Augen, Mund und Nase.

Lüften Sie Räume gut durch (mehrmals pro Stunde).

Weitere Maßnahmen:
Influenza ruft ähnliche Symptome wie SARS-CoV-2 hervor. Unabhängig von dem persönlichen Schutzeffekt trägt die Impfung auch zur Vermeidung unnötiger Verdachtsfälle und Belastungen von Gesundheitseinrichtungen bei. Ggf. ist also immer noch eine Influenzaimpfung sinnvoll.
Ebenso sollten ältere Menschen (ab 60 J) gegen Pneumokokken geimpft sein.



Welche gesetzlichen Vorschriften sind nach dem Infektionsschutzgesetz zu beachten?
Eine Covid-19-Infektion ist gemäß §§ 6–9 IfSG meldepflichtig. Die Meldungen müssen dem Gesundheitsamt innerhalb von 24 Stunden nach erlangter Erkenntnis vorliegen. Für weitere Informationen steht Ihnen der Fachdienst Gesundheit des Landratsamtes gerne unter der Telefonnummer 03447 586-888 (Hotline) zur Verfügung.



Wann /Wie lange wird eine Quarantäne ausgesprochen?
Wenn ein bestätigter COVID-19 Fall auftritt, wird vom Gesundheitsamt geprüft, mit welchen Personen Kontakt bestand und in welcher Art /über welche Zeit bestand.
Der betroffene und seine Familie /in häuslicher Gemeinschaften lebenden Personen werden in Quarantäne genommen.
Für die weiteren Personen, die einen Kontakt hatten, der eine Infektion wahrscheinlich/möglich macht (Kategorie I), wird eine in der Regel 14 tägige Quarantäne ausgesprochen (deren Kontaktpersonen sind davon aber zumeist ausgenommen).
Die Lohnfortzahlung ist für Quarantänefälle über den §56 des Infektionsschutzgesetzes geregelt.
Ein negativer Test verkürzt nicht die Quarantänedauer, da die Inkubationszeit bis 14 Tage dauern kann. Tests an Kontaktpersonen werden durchgeführt um zu erfassen, ob es noch weitere Infizierte und weitere Kontakte geben könnte.

Personen, die nur Kontakt zu einer Kontaktperson hatten (indirekte Kontakte), sollen sich beobachten, und bei Symptomen einen Arzt aufsuchen.



Was ist, wenn Mitarbeiter Erkältungssymptome haben?
Erkältung, Grippe und COVID-19 sind im Anfangsstadium nicht zu unterscheiden. Daher sollte jeder, der entsprechende Symptome aufweist, seinen Hausarzt kontaktieren, abklären, ob ein Verdacht auf COVID-19 besteht (z.B. Kontakt zu bekanntem Fall, Aufenthalt in Risikogebieten), und sich telefonisch krank schreiben lassen, oder, wenn der Verdacht auf COVID-19 aus den genannten Gründen vorliegt, testen lassen.



Was ist die Reproduktionszahl R?
Die Basis-Reproduktionszahl R(0) gibt an wie viele Personen durch 1 Infizierten angesteckt werden und berechnet sich als
R(0) = k * q * D
k = Anzahl der Kontakte eines Infizierten pro Zeiteinheit (beeinflussbar durch Kontaktreduktion)
q= Wahrscheinlichkeit der Infektion bei Kontakt (beeinflussbar durch Schutzmaßnahmen wie MNS)
D= Dauer der Infektiosität (wahrscheinlich ca. 14 Tage)

Hieraus ergibt sich, dass nur k und q beeinflussbar sind, k durch weniger Kontakte, und q durch Abstand, Mund-Nasen-Schutz, FFP2 Maske, Quarantäne, und Händewaschen, darüber aber R(0) gesenkt werden kann. Je höher R(0) ist, desto eher werden andere Menschen angesteckt. Die folgende Tabelle zeigt R(0) im Vergleich zu anderen Infektionskrankheiten.
Mit den Maßnahmen der Kontaktreduktion, social distancing, kann man k und q so zu beeinflussen, dass R(0) auf unter 1 gedrückt werden kann.

Wenn Sie weitere Fragen haben helfen Ihnen die Mitarbeiter der Hotline gern weiter. Sie erreichen diese wie folgt:

Telefon-Hotline des Gesundheitsamtes: 03447 586-888

Telefon-Hotline für Fragen zu Verordnungen: 03447 586-333

Beide Hotlines sind von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 8 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr erreichbar.

Ihre Fragen können Sie auch gern per E-Mail zusenden an gesundheit@altenburgerland.de

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kein Alternativ-Text hinterlegt
Downloads
Merkblatt des RKI - Verhalten in der Quarantäne/ Häusliche Isolierung bei bestätigter COVID-19-Erkrankung (507.4 KB)
Merkblatt des RKI für Kontaktpersonen in Quarantäne (148.2 KB)
Formular zur Kontaktnachverfolgung (13.2 KB)
Ablauf der COVID-19 Impfungen in Thüringen (2.0 MB)
Ablauf in der Impfstelle (333.4 KB)
"Der Corona-Knigge" - Hygiene-Leitfaden in Zeiten der COVID-19-Pandemie (1.8 MB)
Kontaktdaten
Landratsamt Altenburger Land
Fachdienst Gesundheit
Lindenaustraße 31
04600 Altenburg

E-Mail: gesundheit@altenburgerland.de

Telefon-Hotline des Gesundheitsamtes:
03447 586-888

Telefon-Hotline für Gewerbetreibende:
03447 586-333

Beide Hotlines sind von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 8 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr erreichbar.