Häufig gestellte Fragen zu Corona - FAQ

Vor einem Anruf an unserer Hotline 03447 586-888 bitten wir die nachfolgenden Antworten zum aktuellen Geschehen zu lesen. Hier beantwortet das Gesundheitsamt Altenburger Land bereits die wichtigsten Fragen.

Stand der FAQ´s: 22.10.2021

Allgemeine Fragen:


Mein Corona-Test ist positiv. Wie geht es jetzt weiter?
Wenn Sie positiv getestet wurden begeben Sie sich bitte sofort in Quarantäne. Auch wenn Sie das Gesundheitsamt noch nicht offiziell kontaktiert hat. Informieren Sie bitte Ihre direkten Kontaktpersonen (Kategorie I).

Nachdem das Gesundheitsamt Kenntnis hat, dass bei einer Person COVID-19 nachgewiesen wurde, kontaktieren wir diese Person, ermitteln deren Kontaktpersonen und kontaktieren auch diese. Telefonisch wird dann die Quarantäne angeordnet. Diese ist ab diesem Zeitpunkt bereits verbindlich. Auch enge Kontaktpersonen müssen sich sofort in Quarantäne begeben.

Bereiten Sie sich bitte gut auf das Telefonat mit dem Gesundheitsamt zur Kontaktpersonennachverfolgung vor, indem Sie möglichst viele relevante Namen, Daten und Fakten vorher zusammentragen und sich auf dieses vorbereitete Formular notieren. So können wir das Telefonat beschleunigen.

Bitte geben Sie alle Kontaktpersonen an, mit denen Sie 2 Tage vor Ihrer Testung Kontakt hatten. Wenn Sie vor der Testung bereits Symptome hatten, benötigen wir rückwirkend alle Kontakte, der letzten 2 Tage vor Symptombeginn.

Senden Sie dieses Formular bitte nicht vorab schon an das Gesundheitsamt. Es dient lediglich für Sie zur Vorbereitung und enthält die Daten, die wir im Telefonat abfragen. Sie werden vom Gesundheitsamt angerufen.

Danach wird das zugehörige Quarantäne-Schreiben erstellt und verschickt.



Ich möchte mich impfen lassen. Wo kann ich mich informieren?
Für die Impfungen in Thüringen ist die Kassenärztliche Vereinigung zuständig. Informationen rund um die Corona-Schutzimpfung finden Sie auf der Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen sowie der Internetseite https://www.impfen-thueringen.de

Die Terminvergabe für anspruchsberechtigte Personen kann online vorgenommen werden unter http://www.impfen-thueringen.de sowie telefonisch unter der Tel.-Nr. 03643 4950490.

Für Fragen zur Impfung selbst gibt es u. a. eine bundesweit erreichbare Telefonnummer der BARMER Krankenkasse. Diese lautet: 0800 84 84 111.

Weitere Informationen gibt es auch hier auf der Homepage des Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie.

Im Altenburger Land befindet sich die die Impfstelle des Landkreises in Schmölln, Robert-Koch-Straße 95 (Klinik). Der Zugang ist barrierefrei.

Es besteht ebenfalls die Möglichkeit sich von seinem Hausarzt impfen zu lassen. Bitte informieren Sie sich dazu bei Ihrem Hausarzt.




Wer muss in Quarantäne?
  1. Alle positiv getesteten Personen
  2. Alle engen Kontaktpersonen



Wie lange dauert die Quarantäne?
Im Falle von Covid-19 richtet sich die Dauer nach der möglichen Inkubationszeit, beträgt nach medizinischen Kriterien somit 14 Tage ab dem Abstrichtermin des Tests. Dies war bis September 2021 auch die Regelung für die BRD durch das RKI.

a) Im Fall einer nachgewiesenen Infektion (positiver PCR-Test) ist die Quarantänedauer unverändert mindestens 14 Tage. Wenn am Ende dieser Zeit der COVID-Test negativ ist, kann die Entisolation erfolgen.

Aufgrund politischer Erwägungen und der Schutzimpfungen zumindest der vulnerablen Gruppen hat man entschieden, bei den engen Kontaktpersonen ein höheres Infektionsrisiko eingehen zu können, und die Quarantäne wie folgt zu verkürzen:

b) Es werden folgende Quarantäneoptionen für Kontaktpersonen empfohlen:
1. 10 Tage Quarantäne ohne abschließenden Test

2. 5 Tage mit PCR-Test bei Probenentnahme frühestens am 5. Tag.

Die Entlassung aus der Quarantäne erfolgt erst nach Erhalt des negativen Testergebnisses. Wird bereits vor dem 5. Tag der Quarantäne eine PCR-Testung auf SARS-CoV-2 durchgeführt, so verkürzt ein negatives Testergebnis die Quarantänedauer nicht.

3. 7 Tage mit Antigen-Schnelltest bei Probenentnahme frühestens am 7. Tag.
Die Entlassung aus der Quarantäne erfolgt erst nach Erhalt des negativen Testergebnisses. Wird bereits vor dem 7. Tag der Quarantäne eine Testung mittels Antigen-Schnelltest auf SARS-CoV-2 durchgeführt, so verkürzt ein negatives Testergebnis die Quarantänedauer nicht (Ausnahme: siehe Punkt 2 (in serielle Teststrategie eingebundene Personen)). Es sind qualitativ hochwertige Antigen-Schnelltests zu verwenden. Die Testung sollte als Fremdtestung durch oder unter Aufsicht vor Ort von geschulten Personen (überwachter Antigen-Test zur Eigenanwendung) erfolgen.

Grundsätzlich gilt, dass das Testverfahren umso sensitiver sein muss, je mehr die Quarantänezeit verkürzt wird.

Aus ärztlicher Sicht hat sich nichts an der Inkubationszeit von 14 Tagen geändert, und wir möchten darauf hinweisen, dass diese eher politisch begründeten Maßnahmen bei höherem Infektionsgeschehen auch wieder geändert werden könnten.




Was bedeutet enge Kontaktperson

Als enge Kontaktperson wird definiert:

1. Enger Kontakt (<1,5 m, Nahfeld) länger als 10 Minuten ohne adäquaten Schutz (adäquater Schutz = Fall und Kontaktperson tragen durchgehend und korrekt Mund-Nasen-Schutz oder FFP2-Maske).

2. Gespräch mit dem Fall (Face-to-face-Kontakt, <1,5 m, unabhängig von der Gesprächsdauer) ohne adäquaten Schutz (adäquater Schutz = Fall und Kontaktperson tragen durchgehend und korrekt Mund-Nasen-Schutz oder FFP2-Maske) oder direkter Kontakt (mit respiratorischem Sekret).

3. Gleichzeitiger Aufenthalt von Kontaktperson und Fall im selben Raum mit wahrscheinlich hoher Konzentration infektiöser Aerosole unabhängig vom Abstand für über 10 Minuten, auch wenn durchgehend und korrekt Mund-Nasen-Schutz oder FFP2-Maske getragen wurde.



Wann wird ein Abstrich gemacht?
Testkriterien des Robert-Koch-Institutes für die SARS-CoV-2 Diagnostik



Ich bin genesen und möchte die Privilegien für Genesene in Anspruch nehmen. Wo erhalte ich die behördliche Bescheinigung, die mir bestätig, dass ich eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 überstanden habe?

Alle Personen des Landkreises, die sich ab dem 1. Dezember 2020 mit dem Coronavirus infiziert hatten und wieder genesen sind, erhalten auf dem Postweg eine entsprechende Bescheinigung des Gesundheitsamtes zugesandt.

Auf Anfrage wird der Genesennennachweise auch in englischer Sprache ausgestellt.



Ich habe noch kein Schreiben zur Quarantäne erhalten?
Nachdem das Gesundheitsamt Kenntnis hat, dass bei einer Person COVID-19 nachgewiesen wurde, kontaktieren wir diese Person, ermitteln die Kontaktpersonen und kontaktieren auch diese. Telefonisch wird dann Quarantäne angeordnet. Diese ist ab diesem Zeitpunkt bereits verbindlich.

Das zugehörige Schreiben wird nachfolgend erstellt, setzt aber voraus, dass alle Daten noch in die Systeme eingegeben werden.



Wie soll ich mich während der Quarantäne verhalten?
In Quarantäne befindliche Personen dürfen die eigene Wohnung bzw. das eigene Grundstück nicht verlassen. Sie dürfen den öffentlichen Raum nicht betreten.

Darf ich mit dem Hund spazieren gehen in der Quarantäne?: Nein.

Darf ich einkaufen gehen?: Nein.

Wer kauft dann ein?: z.B. ein Nachbar, ein Freund, Familienangehörige, die nicht in Quarantäne sind.

Wenn Sie in eine Notlage kommen, rufen Sie bitte die Hotline 03447-586-888 an.

Verhaltenshinweise des RKI:
- für Personen mit bestätigter Covid-Erkarankung (positiver Test)
- für Kontaktpersonen in Quarantäne



Kontaktpersonennachverfolgung: Ich bin Kontaktperson/ich bin infiziert, was nun?
Wenn Sie positiv getestet wurden begeben Sie sich bitte sofort in
Quarantäne. Auch wenn Sie das Gesundheitsamt noch nicht offiziell kontaktiert hat. Wenn Sie infiziert sind, teilen Sie dies bitte umgehend selbst Ihren direkten Kontaktpersonen mit.

Nachdem das Gesundheitsamt Kenntnis hat, dass bei einer Person COVID-19 nachgewiesen wurde, kontaktieren wir diese Person, ermitteln deren Kontaktpersonen und kontaktieren auch diese. Telefonisch wird dann die Quarantäne angeordnet. Diese ist ab diesem Zeitpunkt bereits verbindlich. Auch enge Kontaktpersonen begeben sich bitte sofort in Quarantäne.

Bereiten Sie sich bitte gut auf das Telefonat mit dem Gesundheitsamt zur Kontaktpersonennachverfolgung vor, indem Sie möglichst viele relevante Namen, Daten und Fakten vorher notieren. So können wir das Telefonat beschleunigen.

Mit der Quarantäneanordnung erhalten Sie ein Tagebuch, in dem aufgetretene Symptome vermerkt werden müssen.

Dies dient dem gesundheitlichen Selbstmonitoring bis zum 21. Tag nach dem letzten Kontakt zum Infizierten (Indexfall) und beinhaltet:
• tägliches Messen der Körpertemperatur
• vermerken sämtlicher Symptome

Das Tagebuch steht auch hier auf der Homepage des RKI zum Download bereit.

Sobald bei einer Kontaktperson Symptome auftreten die auf eine Coronainfektion hinweisen könnten, muss diese sich bei der von uns eingerichteten Hotline 03447 586-888 melden und einen Testtermin vereinbaren.

Am Ende Ihrer Quarantäne übersenden Sie uns Ihr ausgefülltes Tagebuch.




Die Corona-App zeigt ein Infektionsrisiko an, was nun?
Wenn Sie eine Warnung von der App erhalten, melden Sie sich bitte an der Hotline 03447 586-888 und machen Sie einen Termin zum Abstrich aus.



Ich habe Fieber und Husten; Wie soll ich mich bei Verdacht auf eine Corona-Infektion verhalten?
Wenn Sie typische Symptome (Husten, Fieber, Atemnot) wahrnehmen, sollten Sie zunächst telefonisch Ihren Hausarzt anrufen, und mit diesem abstimmen, wie Sie weiter vorgehen. Bitte gehen Sie nicht einfach in das Wartezimmer oder in die Notaufnahmen. Ihr Arzt entscheidet dann, ob ein COVID-19 Test durchgeführt werden soll. Er wird Sie ggf. über die 116 117 zu einem Test anmelden (Rachenabstrich). Am Wochenende kontaktieren Sie bitte den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter Tel. 116 117.



Wie kann ich mich sonst vor einer Coronainfektion schützen?Die Infektion durch das Sars-Cov2-Virus erfolgt als Tröpfcheninfektion oder über Aerosole. Die Ansteckungsfähigkeit des Virus hat sich im Verlauf der Pandemie deutlich erhöht. Die aktuell zirkulierten Delta Variante zeigt eine sehr hohe Ansteckungsfähigkeit, die ähnlich hoch ist wie die von Windpocken, also auch wesentlich höher als z.B. Grippe. Daher ist der wichtigste und effektivste Schutz vor einer Infektion eine strikte Reduktion von persönlichen Kontakten, das Einhalten von Mindestabständen sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.
Ansonsten gelten wie auch bei Grippe die Einhaltung bekannter Hygienemaßnahmen (siehe Merkblatt des Gesundheitsamtes im Download-Bereich) sowie die von der Thüringer Landesregierung vorgegebenen Verhaltensregeln.


Fragen zu Kitas und Schulen (Eltern/Kinder):


Ich erhielt eben die Mitteilung, dass mein Kind auf Grund einer positiv auf eine Infektion mit Coronavirus SARS-CoV-2 getesteten Person in der Klasse/Gruppe/Einrichtung, abgeholt werden muss. Wie habe ich mich nun zu verhalten?
Ihr Kind gilt als sogenannte enge Kontaktperson und muss sich in häusliche Quarantäne begeben. In den nächsten Tagen werden Sie vom Gesundheitsamt ein entsprechendes Schreiben erhalten. Dies kann ein paar Tage in Anspruch nehmen, da alle Eltern der Betroffenen Gruppe, Klasse oder Einrichtung kontaktiert werden müssen. Haben Sie daher bitte etwas Geduld.

Wenn Ihr Kind das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, kann, um die Betreuung Ihres Kindes abzusichern, ein Elternteil zuhause bleiben. Die schriftliche Quarantäneanordnung wird so schnell wie möglich erstellt und Ihnen per Post zugesandt.



Bin ich als Elternteil nun auch in Quarantäne?
Nein. Ihr Kind gilt als enge Kontaktperson und ist damit in Quarantäne. Sie als Elternteil gelten als sogenannter „Kontakt vom Kontakt“ und müssen sich daher nicht häuslich absondern. Sie sind nur Zuhause um die Betreuung abzusichern. Es besteht aber die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich bei Ihrem Kind anstecken, wenn Sie nicht geimpft sind.



Wie muss ich mich nun gegenüber meinem Arbeitgeber verhalten?
Informieren Sie ihren Arbeitgeber so schnell wie möglich. Zunächst muss geklärt werden, wie und von welchem Elternteil die Betreuung des Kindes abgesichert werden kann. Dabei können sich die Eltern die Betreuungszeit auch tageweise teilen. Dies muss allerdings klar mit den Arbeitgebern geklärt werden. Die schriftliche Quarantäneanordnung gilt als Nachweis für Ihren Arbeitgeber. Sie haben daher eine Kopie dieser Anordnung an Ihren Arbeitgeber zu senden.



Welche finanziellen Auswirkungen hat dies für mich?
Genaue Auskünfte kann Ihnen das für die Entschädigung zuständige Thüringer Landesverwaltungsamt geben.

Generell bedeutet das, dass die Lohnzahlung entsprechend der Berechnung bei sogenannten „Kind-krank-Tagen“ erfolgt, sollte diese Zeit nicht mit Hilfe von Überstunden, Urlaub oder der Gleichen überbrückt werden können. Diese Tage werden aber nicht von den Ihnen gesetzlich zustehenden „Kind-krank-Tagen“ abgezogen, sondern gelten zusätzlich. Inwieweit hier der Impfstatus berücksichtigt wird, ist noch nicht endgültig geklärt.



Wie wird mein Arbeitgeber abgesichert?
Ihr Arbeitgeber kann bei der zuständigen Stelle einen Antrag auf Entschädigung gem. § 56 Abs. 1a IfSG stellen.

Die zuständige Stelle ist das:

Thüringer Landesverwaltungsamt
Referat 500
Jorge-Semprún-Platz 4
99423 Weimar
Telefon: 0361 – 57 332 1469

Fragen zum Coronavirus / Covid-19 / SARS-CoV-2:


Was bedeutet der Erreger?
Die Covid-19 Infektion wird durch so genannte Coronaviren des Typs SARS-CoV-2 verursacht (SARS steht für Severe Acute Respiratory Syndrome (Schweres Akutes Atemwegssyndrom)). Der Erreger SARS-CoV-2 ist verwandt mit dem Erreger der SARS Epidemie (2002/2003) und der MERS Epidemie (2012). Ansonsten sind Coronaviren in vielen Fällen für typische Erkältungskrankheiten verantwortlich.

Bei SARS-CoV-2 handelt es sich um ein behülltes lineares RNA Virus. Die Eiweiße der Hülle, insbesondere die so genannten Spike Proteine, sind die Grundlage für die mittlerweile entwickelten Impfstoffe. Dabei wird der Bauplan dieses Eiweißes entweder als mRNA (BioNTech; Moderna) oder als Teil eines Vektor-Virus (harmloses Trägervirus) (AstraZeneca; Jojnson&Johnson) in die Körperzellen eingeschleust, die dann das Viruseiweiß (aber eben kein Virus) produzieren, und so eine Immunabwehr auslösen, die dann als Immungedächtnis einen lang anhaltenden Schutz erlaubt.

Der neue Stamm SARS-CoV-2 ist auf einem Markt in Wuhan (China) aus dem Tierreich auf den Menschen übergesprungen, und verursacht leichte bis schwerste Infektionen der oberen und unteren Atemwege. Es ist eine ernsthafte, mitunter auch lebensbedrohliche Krankheit. Die ersten Fälle sind in China in der Provinz Hubei im Dezember 2019 aufgetreten.
Erkältungen, Grippe oder „grippale Infekte“ zeigen zum Teil ähnliche Symptome, werden aber von anderen Erregern verursacht (RS-Viren, Parainfluenzaviren, Influenzaviren).

Nach der ersten Welle im Frühjahr, die durch klare Infektionsketten (vor allem Reiserückkehrer) gekennzeichnet war, hatten wir es in der zweiten und dritten Welle mit einem wesentlich breiteren diffusen Infektionsgeschehen zu tun, bei dem sich trotz Ermittlung immer wieder nicht klären lässt, wo der betroffene sich infiziert hat.
Inzwischen ist eine vierte Welle (Herbst 21) aufgetreten, die von einer hoch-ansteckenden Variante des Virus, der Delta Variante, verursacht wird. Die Ansteckungsfähigkeit ist etwa so hoch wie die von Windpocken.

Aktuell wird auch weiter versucht, die Epidemie aufzuhalten und einzudämmen, indem Kontaktpersonen gesucht werden, Patienten isoliert werden und ggf. betroffene Einrichtungen geschlossen werden können. Ziel ist die Unterbrechung der Infektionsketten.
Daneben wird versucht durch die Schaffung sozialer Distanz (reduzierte soziale Kontakte, Minimierung des öffentlichen Lebens etc.) die weitere Ausbreitung von COVID-19 zu bremsen, da bei ungebremster Ausbreitung zu viele Menschen in zu kurzer Zeit erkranken, was die Kapazitäten des deutschen Gesundheitssystems überfordern würde.

Der Fachdienst Gesundheit Altenburg verfährt in der aktuellen Lage nach den geltenden Verordnungen des Landes Thüringen, dem Infektionsschutzgesetz der Bundesrepublik Deutschland und nach den jeweils aktuellsten Empfehlungen des Robert Koch Institutes.
Jeder Fall wird einzeln geprüft und einzeln anhand eines Kataloges von Kriterien entschieden, wie mit der Quarantäne umgegangen wird.



Wie erfolgt die Übertragung?
Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion. Die Tröpfchen (> 5 μm) entstehen beim Husten oder Niesen und können somit über geringe Distanz auf die Schleimhäute der Atemwege von Kontaktpersonen gelangen. Auch eine Übertragung über Aerosole mit sehr kleinen Tröpfchen (<2,5 μm) ist möglich. Diese breiten sich noch weiter im Raum aus und sinken langsamer zu Boden. Die Sinkgeschwindigkeit liegt bei etwa 1m /12 h, das heißt die infektiösen Partikel bleiben sehr lange im Raum in der Luft.
Eine Übertragung durch direkten Handkontakt mit kontaminierten Flächen und darauffolgenden Hand-Mund- oder Hand-Nasen-Kontakt (z. B. Händeschütteln) ebenso wie eine aerogene Übertragung durch Tröpfchenkerne (< 5 μm), beim Sprechen, Atmen, Husten oder Niesen ist möglich.
Die Tröpfcheninfektion tritt vor allem auf, wenn Menschen näher als 1,5 m aneinander kommen.
Daneben ist eine Übertragung auch durch Schmutz-Schmier-Infektion möglich.
Es gibt Hinweise, dass der Erreger möglicherweise mehrere Tage (bis 72 Stunden) auf Oberflächen infektiös bleiben kann.

Inkubationszeit: Die Inkubationszeit ist die Zeit zwischen der Erregeraufnahme und dem Auftreten erster Krankheitszeichen und liegt bei Erkrankung an Covid-19 bei 1-12,5 Tagen, (bis zu 14 Tagen, woraus sich die Quarantänezeit von 14 Tagen ergibt).
Dauer der Ansteckungsfähigkeit: Die Erkrankten sind bereits vor Beginn der Beschwerden ansteckend. Die höchste Ansteckungsgefahr scheint in den letzten 2-4 Tagen vor Symptombeginn zu sein.



Welche Symptome verursacht die Erkrankung?
Mögliche typische Symptome sind:
  • trockener Husten
  • Fieber
  • Muskel- und/oder Gliederschmerzen
  • Atemnot
  • Erschöpfung
  • Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns
  • Durchfall

Nicht alle Covid-19-Infektionen laufen mit typischer Symptomatik ab. Bei einem unkomplizierten Verlauf gehen die Beschwerden nach 5 bis 7 Tagen zurück. Die Schwere der Erkrankung kann sehr unterschiedlich sein. Eine Covid-19-Infektion kann mit leichten oder fast ohne Beschwerden verlaufen. Sie kann dagegen aber auch mit schweren und schwersten Krankheitsverläufen einhergehen, die im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Im Gegensatz zur Grippe kann es bei COVID-19 zu einer Entzündung der Innenauskleidung der Blutgefäße (Endothel) kommen, die dann über eine Aktivierung der Blutplättchen und des Gerinnungssystems zu Verschlüssen der Blutgefäße führt. Dadurch tritt der Tod oft in Form eines Schlaganfalles, Herzinfarktes, Lungenembolie oder auch Lungenversagens (Verschluss vieler Lungengefäße) sowie Multiorganversagen ein.

Ein Teil der symptomatisch Erkrankten entwickelt das so genannte Long COVID Syndrom, eine Erkrankung, die durch schnelle Ermüdbarkeit, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen und vieles andere charakterisiert ist. Die Dauer liegt oft bei mehreren Wochen bis zu 3 Monaten, in einzelnen Fällen auch wesentlich länger. Die bleibenden Langzeitfolgen sind aktuell noch nicht sicher einschätzbar.



Wie gefährlich ist die Erkrankung?
In den ersten 3 Wellen ging man davon aus, dass etwa 80% leichte Verläufe zeigen, etwa 14% schwere Verläufe, und ungefähr 5% zeigen einen kritischen Verlauf. Die Gesamtsterblichkeit wird nach den aktuellen Zahlen mit etwa 2,5 bis 2,9 % berechnet, weltweit liegt sie bei 3,0 %, kann aber auch wesentlich höher liegen (Belgien: 31%; Frankreich: 24%). Die Mortalität steigt ab 65 Jahre steil an und erreicht etwa 10-15% bei den über 80 jährigen.
Nach einer überstandenen Infektion klagen viele Patienten noch lange Wochen über Schwäche, Ermüdbarkeit und fehlendes Geruchs- oder Geschmacksvermögen.

Bei der Delta Variante (4. Welle) liegt der Schwerpunkt des Geschehens bei den Ungeimpften, und damit eher bei der jüngeren Bevölkerung. Diese haben weniger Vorerkrankungen. Dadurch verschiebt sich auch die obige Statistik. Aktuell scheinen etwa 5-8% der Infizierten krankenhauspflichtig zu werden, etwa 1% wird intensivpflichtig. Die Mortalität von COVID-19 liegt in der BRD aktuell bei 2,3%. Wer nicht geimpft ist, wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit mit der Delta Variante anstecken.



Wer ist besonders gefährdet?
Allgemein steigt das Risiko mit dem Alter ab 50-60 Jahre stetig an. Vor allem ältere Menschen (über 80 Jahre) und Menschen mit Vorerkrankungen sind gefährdet. Vorerkrankungen, die ein besonderes Risiko darstellen sind nach derzeitiger Kenntnis:
  • Immundefekte
  • Chronisch obstruktive Bronchitis (COPD)
  • Mukoviszidose
  • Diabetes mellitus
  • Herzinsuffizienz (Pumpschwäche des Herzens)
  • Niereninsuffizienz
  • Leberinsuffizienz
  • Schlaganfall, Herzinfarkt
  • Asthma bronchiale (nur wenn schlecht kontrolliert)
  • Krebserkrankung
  • HIV/AIDS
  • Immunsuppressive Therapie (Cortison etc.)
  • Zytostatische Therapie (Chemotherapie bei Krebs)



Wie erfolgt die Therapie/ Behandlung?
Es gibt noch keine etablierte spezifische Therapie. Es ist nur möglich symptomatisch zu behandeln, d.h. Fiebersenkung, Beatmung, Ruhe etc.. Ansonsten versucht man bei den kritischen Verläufen eine überschießende Immunreaktion zu dämpfen, und die Bildung von Blutgerinnseln zu hemmen.

Wenn Sie typische Symptome (Husten, Fieber, Atemnot) wahrnehmen, sollten Sie zunächst telefonisch Ihren Hausarzt anrufen, und mit diesem abstimmen, wie Sie weiter vorgehen. Bitte gehen Sie nicht einfach in das Wartezimmer oder in die Notaufnahmen.
Ihr Arzt entscheidet dann, je nach Falllage, ob ein COVID-19 Test durchgeführt werden soll oder nicht. Er wird Sie ggf. über die 116117 zu einem Test anmelden (Rachenabstrich).

Personen, die Kontakt zu einem bestätigten Fall hatten, werden im Rahmen der Kontaktpersonennachverfolgung vom Gesundheitsamt kontaktiert, und ggf. getestet.

Test
Der Test (PCR) weist das SARS-CoV2 Virus (Erreger der Coronaepidemie COVID-19) selbst nach. Ein positiver Nachweis bedeutet demnach, dass der Betreffende das Virus im Rachen/Nasenraum trägt und als infektiös einzustufen ist.
In den aktuellen Coronatests werden 2 Sequenzen getestet, um somit einen spezifischen Nachweis des Erregers SARS-CoV-2 zu erbringen. Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) ist dazu als Standardverfahren etabliert und liefert qualitätsgesicherte und zuverlässige Ergebnisse. Das Verfahren muss so gemacht werden um sicher zwischen SARS-CoV2 und anderen Viren aus der Gruppe der Coronaviren zu unterscheiden.

Wichtig: der PCR Test zeigt, dass jemand mit SARS-CoV2 infiziert ist. Aber: Es gibt keinen Ausschlusstest, der sichert, dass jemand das Virus nicht trägt.
Es kann also keinen Negativbescheid /keine Unbedenklichkeitsbescheinigung etc. geben.

Der Test wird (a) im Testzentrum des Gesundheitsamtes (Lindenaustr. 31) durchgeführt oder (b) am Abstrichpunkt am Klinikum Altenburger Land von den Ärzten der KV durchgeführt. Hierzu muss aber vorher ein Termin vereinbart worden sein (über Hausarzt und 116 117).
oder im Fachdienst Gesundheit (Hotline 586-888).

Schnelltests (POC; Antigentest): Schnelltests werden im Testzentrum des Fachdienst Gesundheit (Lindenaustr.31) für Berechtigte durchgeführt. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.





Was ist bei einer Erkrankung außerdem zu beachten?
Um eine Weiterverbreitung zu vermeiden, sollten Sie den Kontakt zu anderen Menschen möglichst einschränken, besonders zu Säuglingen, Kleinkindern und Schwangeren sowie Senioren und Menschen mit geschwächter Immunabwehr oder mit Grunderkrankungen.
Bleiben Sie in der akuten Krankheitsphase zu Hause und halten Sie Bettruhe ein.
Sorgen Sie für eine regelmäßige Durchlüftung des Krankenzimmers bzw. Aufenthaltsraumes.
Antibiotika sind wirkungslos bei Krankheiten, die durch Viren ausgelöst werden. Sie kommen gegebenenfalls zum Einsatz, wenn zusätzlich bakteriell verursachte Komplikationen auftreten.



Welche Schutzmaßnahmen sind möglich?
Mögliche persönliche Schutzmaßnahmen sind:

Es gibt keine prophylaktische Therapie, aber es gibt eine Schutzimpfung.

Mögliche persönliche Schutzmaßnahmen sind:
1) Schutzimpfung
2) weitere Maßnahmen:

Reduzieren Sie persönliche Kontakte auf das Mindestmaß. Vermeiden Sie nicht zwingend notwendige Reisen. Meiden Sie alle Ansammlungen von Menschen in Räumen und Gedränge.
Waschen Sie sich häufig die Hände mit Wasser und Seife und meiden Sie möglichst Händeschütteln. Da es sich um ein behülltes Virus handelt, wird dieses schon durch die Seife zerstört.

Halten Sie zu allen Personen, die nicht zu Ihrem Haushalt gehören, einen Mindestabstand von 1,5 m ein. Tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung. Diese hilft vor allem, dass die Tröpfchen nicht so weit in den Raum gestreut werden, und auch weniger aufgenommen werden.

Niesen und husten Sie nicht Ihre Mitmenschen an. Wenden Sie sich ab und husten oder niesen Sie in ein Einmaltaschentuch oder in die Ellenbeuge. Wenn Sie beim Niesen oder Husten doch die Hand vor dem Gesicht hatten, waschen Sie sich möglichst direkt danach die Hände. Gleiches gilt auch nach der Benutzung von Einmaltaschentüchern.

Berühren Sie so wenig wie möglich mit Ihren Händen die Schleimhäute von Augen, Mund und Nase.

Lüften Sie Räume gut durch (mehrmals pro Stunde).

Weitere Maßnahmen:
Influenza ruft ähnliche Symptome wie SARS-CoV-2 hervor. Unabhängig von dem persönlichen Schutzeffekt trägt die Impfung auch zur Vermeidung unnötiger Verdachtsfälle und Belastungen von Gesundheitseinrichtungen bei. Ggf. ist also immer noch eine Influenzaimpfung sinnvoll.
Ebenso sollten ältere Menschen (ab 60 J) gegen Pneumokokken geimpft sein.



Welche gesetzlichen Vorschriften sind nach dem Infektionsschutzgesetz zu beachten?
Eine Covid-19-Infektion ist gemäß §§ 6–9 IfSG meldepflichtig. Die Meldungen müssen dem Gesundheitsamt innerhalb von 24 Stunden nach erlangter Erkenntnis vorliegen. Für weitere Informationen steht Ihnen der Fachdienst Gesundheit des Landratsamtes gerne unter der Telefonnummer 03447 586-888 (Hotline) zur Verfügung.



Was ist, wenn Mitarbeiter Erkältungssymptome haben?
Erkältung, Grippe und COVID-19 sind im Anfangsstadium nicht zu unterscheiden. Daher sollte jeder, der entsprechende Symptome aufweist, seinen Hausarzt kontaktieren, abklären, ob ein Verdacht auf COVID-19 besteht (z.B. Kontakt zu bekanntem Fall, Aufenthalt in Risikogebieten), und sich telefonisch krank schreiben lassen, oder, wenn der Verdacht auf COVID-19 aus den genannten Gründen vorliegt, testen lassen.



Was ist die Reproduktionszahl R?
Die Basis-Reproduktionszahl R(0) gibt an wie viele Personen durch 1 Infizierten angesteckt werden und berechnet sich als
R(0) = k * q * D
k = Anzahl der Kontakte eines Infizierten pro Zeiteinheit (beeinflussbar durch Kontaktreduktion)
q= Wahrscheinlichkeit der Infektion bei Kontakt (beeinflussbar durch Schutzmaßnahmen wie MNS)
D= Dauer der Infektiosität (wahrscheinlich ca. 14 Tage)

Hieraus ergibt sich, dass nur k und q beeinflussbar sind, k durch weniger Kontakte, und q durch Abstand, Mund-Nasen-Schutz, FFP2 Maske, Quarantäne, und Händewaschen, darüber aber R(0) gesenkt werden kann. Je höher R(0) ist, desto eher werden andere Menschen angesteckt. Die folgende Tabelle zeigt R(0) im Vergleich zu anderen Infektionskrankheiten.

Erkrankung: R(0)
Masern: 12-18
Windpocken: 10-12
COVID-19: (Delta) 11
Röteln: 5-7
Pocken: 3,5-6
COVID-19 (Alpha): 3-5,7
Influenza: 0,9-2,1
EBOLA: 1,5-2,5
MERS: 0,3 -0,8


Mit den Maßnahmen der Kontaktreduktion, social distancing, kann man k und q so zu beeinflussen, dass R(0) auf unter 1 gedrückt werden kann.

Wenn Sie weitere Fragen haben helfen Ihnen die Mitarbeiter der Hotline gern weiter. Sie erreichen diese wie folgt:

Telefon-Hotline des Gesundheitsamtes: 03447 586-888

Telefon-Hotline für Fragen zu Verordnungen: 03447 586-333

Beide Hotlines sind Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr erreichbar.

Ihre Fragen können Sie auch gern per E-Mail zusenden an gesundheit@altenburgerland.de

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Downloads
Merkblatt des RKI - Verhalten in der Quarantäne/ Häusliche Isolierung bei bestätigter COVID-19-Erkrankung (507.4 KB)
Merkblatt des RKI für Kontaktpersonen in Quarantäne (148.2 KB)
Formular zur Kontaktnachverfolgung (13.2 KB)
Ablauf der COVID-19 Impfungen in Thüringen (2.0 MB)
Ablauf in der Impfstelle (333.4 KB)
"Der Corona-Knigge" - Hygiene-Leitfaden in Zeiten der COVID-19-Pandemie (1.8 MB)
Kontaktdaten
Landratsamt Altenburger Land
Fachdienst Gesundheit
Lindenaustraße 31
04600 Altenburg

E-Mail: gesundheit@altenburgerland.de

Telefon-Hotline des Gesundheitsamtes:
03447 586-888

Telefon-Hotline für Gewerbetreibende:
03447 586-333

Beide Hotlines sind Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr erreichbar.