Einstellung schwerbehinderter Menschen wird finanziell unterstützt
Die kommunale Behindertenbeauftragte des Landkreises Katrin Meißner weist noch einmal auf das im vergangenen Sommer gestartete Sonderprogramm „Inklusive Arbeitswelt Thüringen“ hin. Das Programm unterstützt Thüringer Unternehmen bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen für Menschen mit Schwerbehinderung.
Demnach können Arbeitgeber je nach Maßnahme finanzielle Unterstützung erhalten, so etwa Prämien für Einstellungen und Ausbildungsplätze, Zuschüsse für Mobilität (z. B. Fahrtkosten) oder für erforderliche Anpassungen im Betrieb. Das Programm läuft bis zum 30. Juni 2030. Es wird aus Mitteln der sogenannten Ausgleichsabgabe finanziert und soll die Beschäftigungschancen deutlich verbessern, da Menschen mit Behinderung in Deutschland nach wie vor überdurchschnittlich häufig arbeitslos sind. Unternehmen im Altenburger Land, die dieses Sonderprogramm nutzen möchten, können sich gern von Katrin Meißner beraten lassen.
Als kommunale Behindertenbeauftragte ist es ihre Aufgabe, die gleichberechtigte Teilhabe aller Bürger am gesellschaftlichen Leben zu fördern und bestehende Barrieren abzubauen, sowohl im baulichen als auch im sozialen und organisatorischen Bereich. Zu ihren wichtigsten Aufgaben gehören die Beratung von schwerbehinderten Bürgern und deren Angehörigen, Stellungnahmen zu kommunalen Bau- und Verkehrsprojekten im Hinblick auf Barrierefreiheit, Förderung von Inklusionsprojekten sowie Vermittlung zwischen Betroffenen, Verwaltung und politischen Entscheidungsträgern.
Um dies zu realisieren, arbeitet sie eng mit Behindertenverbänden, Selbsthilfegruppen, Wohlfahrtsverbänden sowie mit den Fachdiensten der Kreisverwaltung zusammen. „Vor allem die Sensibilisierung der Öffentlichkeit bleibt für mich eine vordergründige Aufgabe, da Inklusion nicht nur strukturelle Veränderungen, sondern auch einen gesellschaftlichen Bewusstseinswandel erfordert“, so Katrin Meißner.
Sie berät nach vorheriger Terminvereinbarung in ihrem Büro in Schmölln, kommt auf Verabredung aber auch gern nach Altenburg ins Haupthaus der Kreisverwaltung in der Lindenaustraße 9 (Zugang nur teilweise barrierefrei) und bietet außerdem Hausbesuche an.
