Untersuchung zeigt: Fast jedes fünfte Einschulkind ist übergewichtig
Die Einschulungsuntersuchungen dienen dazu, gesundheitliche Beeinträchtigungen oder eventuelle Entwicklungsstörungen frühzeitig zu erkennen sowie fachärztlich abzuklären und zu behandeln. Darüber hinaus ist es wichtig, die Kinder vor Schäden durch Fehlbelastung im Unterricht bei eventuell vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu bewahren und Hinweise aus ärztlicher Sicht für eine erfolgreiche Beschulung des Kindes zu geben. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem die Prüfung der Sinnesorgane, die Erhebung des Impfstatus und eine Impfberatung, die Messung der Körpermaße, die körperliche Untersuchung, die Beurteilung der Körperkoordination und der Sprache, die Einschätzung von Grundvoraussetzungen für schulisches Lernen sowie die Beobachtung der sozialen Reife und des Verhaltens. Bei etwa sieben Prozent der untersuchten Kinder wurde ein sonderpädagogisches Gutachten erstellt. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein leichter Anstieg um zwei Prozent. „In den Qualitäten Körperkoordination, Sprache und Aufmerksamkeit sahen wir tatsächlich einen klar erkennbaren Anstieg an Auffälligkeiten. Die Ursachen hierfür sind mannigfaltig. Unsere Feststellungen wurden mit den Erziehungsberechtigen besprochen, damit diese bei ihren Kindern gezielt auf eine Verbesserung hinwirken können. Nach Einwilligung der Eltern haben wir die relevanten Informationen dann an die zukünftige Grundschule weitergegeben“, erklärt der Amtsarzt des Landkreises Björn Rechenberger. Etwa gleichgeblieben ist im Vergleich zu den letzten drei Jahren die Anzahl der von Übergewicht oder gar von Adipositas betroffenen Kindern. Beinahe jedes fünfte Einschulkind war den Messdaten zufolge übergewichtig.
