Die in Leipzig lebende Journalistin Susanne Siegert liest in der Stadtbibliothek Altenburg aus ihrem Buch „Gedenken neu denken“.
„Unsere Erinnerungskultur muss sich verändern. Wie und warum, legt Susanne Siegert in diesem Buch dar. Sie plädiert für eine pluralistische, neue Gedenkarbeit mit einem Schwerpunkt auf der Verantwortung der Nachfahren der Tätergeneration anstelle unserer „einstudierten“ gemeinsamen Rückschau mit den Opfern. Es geht um weniger bekannte NS-Verbrechen, um weniger bekannte Orte, um bisher vernachlässigte Opfergruppen. Gleichzeitig zeigt dieses Buch, wie wichtig eine aktivere, vielfältigere Gedenkkultur ist, um künftige Generationen auch ohne direkte Zeitzeugenberichte zu erreichen“ (Quelle: Verlagstext)
Susanne Siegert klärt auf TikTok und Instagram über den Holocaust auf. Für ihre Arbeit wurde sie 2024 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet; 2025 erhielt sie den Margot Friedländer Preis.
Die Lesung beginnt um 18 Uhr im Kulturbundsaal, Brühl 2. Der Eintritt ist frei, und es wird um Voranmeldung gebeten. Diese kann per Telefon (03447 315058), per E-Mail (bibliothek@stadt-altenburg.de) oder persönlich in der Stadtbibliothek erfolgen.