Um strahlenden Alltag, Geheimnisse und Folgen des Uranabbaus in der DDR geht es in der Ausstellung „Gesichter der Wismut“.
Zu sehen ist die Ausstellung im Museum Burg Posterstein von 25. Januar bis 19. April 2026. Egal, ob man alte Schachtanlagen, Straßennamen, Wohnarchitektur, individuelle Familienbiografien oder Erinnerungen und Traditionen in den Blick nimmt: Die Wismut in Ostthüringen hatte viele Gesichter! Die Ausstellung ist abwechslungsreich, bunt und multimedial.
Für die Wanderausstellung „Gesichter der Wismut“ begaben sich junge Menschen aus Ostthüringen auf Spurensuche: In Zeitzeugen-Gesprächen sammelten sie persönliche Anekdoten und Rückschauen auf Lebenswege. Sie stießen auf Brigadetagebücher, Urlaubsfotos, Restaurant-Karten, Propaganda, Punk-Songs, vermeintlich unberührte Natur und Zeugnisse alter Freundschaften. Zwischen zahlreichen Kontroversen, neuen Vokabeln, aufgeladenen Erinnerungsstücken, Netzwerken, Abbrüchen und Wiederholungen entstanden jede Menge neue Fragen und Problemstellungen für ein zukünftiges Zusammenleben: Was bedeutet die Geschichte der Wismut für aktuelle regional- bis globalpolitische Konflikte? Welche Strahlkraft behält der Ausdruck „Wismut“ bei und welche Stimmen sind bis heute noch ungehört?
++Kooperation mit der Gedenkstätte Amthordurchgang in Gera++
Die Ausstellung entstand von 2021 bis 2023 als partizipatives Langzeitprojekt der Gedenkstätte Amthordurchgang in Gera. Gefördert wurde es durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in der Förderlinie „Jugend erinnert“ sowie mit Mitteln der Thüringer Staatskanzlei.