Vortrag: Von der Gürtlerei Otto Seyffart zur Werkstatt für Metallgestaltung des Staatlichen Kunsthandels der DDR

Mittwoch, 25. Februar 2026
Der menschenleere Bachsaal, einige Stuhlreihen im Vordergrund
Bachsaal, Residenzschloss Altenburg • Pressearchiv der Stadtverwaltung

Im Fokus des nächsten Vortrages der Geschichts- und Altertumsforschenden Gesellschaft des Osterlandes (GAGO) steht die Altenburger Firmengeschichte der Gürtlerei Otto Seyffart.

Am 25. Februar 2026, 19 Uhr, referiert Harald Wetzel über die Entwicklung der Gürtlerei Otto Seyffart hin zur Werkstatt für Metallgestaltung des Staatlichen Kunsthandels der DDR. Die Veranstaltung findet im Bachsaal des Residenzschloss Altenburg statt, der Eintritt ist frei.

Der Vortrag führt in einer Zeitreise durch die 140-jährige Geschichte der Altenburger Firma Otto Seyffart. Gegründet 1851/52 im Herzogtum Sachsen-Altenburg, erlebte sie ihren Höhepunkt als Metallwarenfabrik im Deutschen Kaiserreich, entwickelte sich in der Weimarer Republik zu einer Werkstatt der Moderne, überstand den Zweiten Weltkrieg unbeschadet und konnte sich in dritter Generation auch als Privatunternehmen in der DDR behaupten. Infolge der deutschen Wiedervereinigung musste sie schließlich als Werkstatt für Metallgestaltung des Staatlichen Kunsthandels der DDR verkauft werden und ging nach erfolgloser Privatisierung unter.

Im Mittelpunkt des Vortrages wird jedoch nicht nur die Chronologie der Firmengeschichte stehen, sondern es wird auch den Fragen nachgegangen: Welche Produkte wurden in den einzelnen Epochen eigentlich hergestellt? Wer hat diese Erzeugnisse gestaltet? Und wohin wurden die Waren verkauft?