Vortrag: Was Pollen erzählen können – Die Besiedlungsentwicklung im Altenburger Land anhand pflanzlicher Mikrofossilien

Mittwoch, 25. März 2026
Der menschenleere Bachsaal, einige Stuhlreihen im Vordergrund
Bachsaal, Residenzschloss Altenburg • Pressearchiv der Stadtverwaltung

Im Fokus des nächsten Vortrages der Geschichts- und Altertumsforschenden Gesellschaft des Osterlandes (GAGO) stehen die Forschungsergebnisse zur Besiedlungsgeschichte des Altenburger Landes anhand pflanzlicher Mikrofossilien.

Bei der Erneuerung der Ferngasleitung Räpitz–Niederrhondorf wurden im Rahmen begleitender Untersuchungen durch das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie verschiedene Standorte entlang der Trasse auf Grundlage von Pollenablagerungen analysiert. Diese Untersuchungen offenbarten mittelalterliche und neuzeitliche Schichten, für deren Entstehung die lockeren Böden, die intensive Landnutzung sowie die nahezu vollständige Rodung des Gebietes während des Hochmittelalters verantwortlich waren. Einige Standorte wiesen jedoch ein deutlich höheres Alter auf, so etwa die Gerstenbachaue südlich von Unterzetzscha, die am Ende der letzten Eiszeit vor etwa 11.500 Jahren entstand, oder das Haselbacher Moor im Kammerforst, das seit etwa 6000 Jahren die Pollen des Gebietes archiviert.

Die Referentin des Abends, Dr. Heike Schneider vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, präsentiert nun erstmals die Ergebnisse dieser Untersuchungen mit einem Fokus auf der Entwicklung der Besiedlungs- und Nutzungsgeschichte des Altenburger Landes.