Neue Chancen für die Kultur im Landkreis

21. April 2021

Altenburg. Ein Alleinstellungsmerkmal des Altenburger Landes ist dessen Reichtum an Kultur. Interessierte finden hier kulturelle Leuchttürme aber auch Geheimtipps. Das Potenzial dieser ist vielerorts noch längst nicht ausgeschöpft.
„Dem Ziel, diese Dornröschen wach zu küssen, hat sich das Projekt ‚Der fliegende Salon – Kulturaustausch im Altenburger Land’ verschrieben“, erklärt die Projektverantwortliche Luise Krischke.

Die wichtigsten Projektpartner seien die Bewohnerinnen und Bewohner des Landkreises, so Krischke weiter. Denn nicht wenige von diesen sind Kulturakteure. In Vereinen und Initiativen sind sie aktiv oder suchen noch nach einer Gelegenheit, sich für ihren Ort einzusetzen. Der fliegende Salon soll gerade ihnen den Raum zum kreativen Austausch schaffen und sie miteinander vernetzen.
Jede Kommune im Altenburger Land könne ein Salonort werden. Es braucht nur die Idee für ein ortsspezifisches Thema, das auf breiter bürgerlicher Beteiligung gemeinsam mit dem Lindenau-Museum Altenburg, dem Museum Burg Posterstein, der Musikschule Altenburger Land oder dem Theater Altenburg-Gera entwickelt und umgesetzt werden kann. „Dabei kann es darum gehen, Vergessenes wiederzubeleben, Verborgenes aufzudecken oder Alltägliches zu hinterfragen und dabei gemeinsam in die Zukunft zu schauen und sich auch auf neue Blickwinkel einzulassen“, erläutert Luise Krischke.
Wegen der Pandemie hat bislang erst ein Salon stattfinden können. Sobald die Kontaktbeschränkungen gelockert werden, freuen sich Projektleiterin Luise Krischke im Landratsamt und die vier Kultureinrichtungen gemeinsam mit den jeweiligen lokalen Salonpartnern schon darauf, neun weitere Salonideen für die Menschen in Garbisdorf, Gößnitz, Löbichau, Nöbdenitz, Schmölln, Windischleuba und Wintersdorf endlich vorstellen und umsetzen zu können.
Weitere Ideen sind in Vorbereitung. Und mitmachen ist ganz einfach: Wer ein auf aktive Beteiligung aller Teilnehmer angelegtes Salonprojekt in einem Ort im Altenburger Land initiieren will, bewirbt sich einfach per E-Mail. Passt die Idee zur Zielstellung des fliegenden Salons, werden mit einer der Kultureinrichtungen weitere Unterstützer im Bewerberort gesucht und ein sogenannter Schnuppersalon durchgeführt.
Dieser dient dazu, die Salonidee vor Ort möglichst vielen Bewohnerinnen und Bewohnern vorzustellen und deren Meinung zu hören sowie zu erfahren, ob sie sich bei der Umsetzung einbringen würden. Findet die Salonidee die entsprechende Zustimmung, können weitere Salonwerkstätten geplant werden.
Das Projekt „Der fliegende Salon – Kulturaustausch im Altenburger Land“ startete 2020 und erhält bis 2024 Fördermittel von der Kulturstiftung des Bundes aus dem Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“ und von der Thüringer Staatskanzlei.
Federführend ist der Landkreis, der das Projekt zusammen mit dem Lindenau-Museum, dem Museum Burg Posterstein, der Musikschule Altenburger Land und dem Theater durchführt.


Kontakt:
Projektleitung
Luise Krischke
Internet: http://www.fliegender-salon.de
Bewerbung mit Ansprechpartner, Telefonnummer und E-Mailadresse, Erreichbarkeit, dem Ortsnamen, Einwohnerzahl und Thema an:
E-Mail: trafo@altenburgerland.de
Tel.: 03447 586-163