Neue Pleißebrücke in Kotteritz für den Verkehr freigegeben

30. April 2026
Die fertiggestellte Brücke in Kotteritz über die Pleiße


Landrat Uwe Melzer hat heute gemeinsam mit Fachbereichsleiter für Bildung und Infrastruktur, Bernd Wenzlau, Mitarbeitern aus dem Fachdienst Straßenbau und Straßenverwaltung sowie Vertretern der bauausführenden Firma die neue Brücke über die Pleiße in Kotteritz ihrer Bestimmung übergeben. Rund anderthalb Jahre war die Querung über die Pleiße gesperrt. Asbestfunde im Bauwerk hatten für Bauverzögerungen gesorgt.

„Ich freue mich, dass wir die Brücke heute freigeben können“, so Landrat Uwe Melzer. „Ich möchte an dieser Stelle, dem Fachbereichsleiter, den Kollegen aus dem Fachdienst und insbesondere der ausführenden Firma VSTR danken, die die Asbestproblematik so gut angegangen sind und zügig eine sehr gute Lösung gefunden haben.“

1969 wurde die Kotteritzer Pleißebrücke als Hohlkasten-Spannbetonbrücke nach einem Typenprojekt errichtet. In den letzten Jahren wurde die Spannstahlkorrosion genauer untersucht. Sanierungen derartiger Bauwerke sind schwierig. Daher hat der Landkreis sich entschlossen, Bauwerke dieser Bauart abzureißen und zu erneuern. Die Bauwerke in Zürchau und Gößnitz wurden in den letzten Jahren bereits erneuert. 

Seit 2015 war die alte Brücke aufgrund ihre schlechtes Zustandes in ihrer Tragfähigkeit auf sechs Tonnen Gesamtlast und eine Fahrspur eingeschränkt. Mit dem Neubau stehen nun über die Spannweite von 27 Metern eine sechs Meter breite Fahrbahn und ein 2,50 Meter breiter Gehweg zur Verfügung. Feuerwehr, Rettungswagen, Busse und Lastkraftwagen können die Pleiße in Kotteritz nun uneingeschränkt überqueren. Außerdem wurden etwa 30 Meter Gehweg als Lückenschluss zwischen der neuen Brücke und dem bestehenden Gehweg östlich der Pleiße errichtet. 

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf ca. 1,7 Millionen Euro. Rund 1,25 Millionen Euro davon werden aus Zuwendungen des Freistaates Thüringen im Rahmen des Förderprogrammes für „Kommunale Verkehrsinfrastruktur“ finanziert. Etwa 450.000 Euro bezahlt der Landkreis Altenburger Land.