Seniorinnen stricken und häkeln für die Neugeborenen im Landkreis
3.842 Socken, 1.377 Mützen und 214 Strick- und Häkelwaren sind seit 2015 von Seniorinnen inner- und auch außerhalb des Landkreises angefertigt worden. Sie alle wurden beim Netzwerkpartner ThINKA Altenburg-Nord abgegeben und anschließend durch das Netzwerk Kinderschutz und Frühe Hilfen des Landratsamtes bei den Willkommensbesuchen der frisch gebackenen Eltern und deren Neugeborenen verschenkt.
„Es ist so ein schönes Gefühl, anderen eine Freude zu bereiten“, so Helga Staszack. „Wenn ich merke, dass meine gehäkelten Kuscheltiere so dankbar angenommen werden, dann ist das der größte Lohn“. Die 76- jährige Seniorin aus Altenburg strickt und häkelt seit 2021 für die Neugeborenen im Landkreis. „Am Anfang habe ich Söckchen und Mützchen gestrickt. Mittlerweile fertige ich fast nur noch gehäkelte Kuscheltiere an. Die Herausforderung ist größer und es macht mir viel Spaß“, so Helga Staszack.
930 Teile hat allein die Altenburgerin hergestellt. Und wenn es nach ihr geht, wird sie noch viele Jahre weitermachen. „Solange die Hände es zulassen, werde ich stricken und häkeln. Es ist für mich eine schöne Beschäftigung.“ So entstehen dank ihrer Hände tolle Kunstwerke. In der Vorweihnachtszeit hat sie zwei Nussknacker gehäkelt, aber auch Elefanten, Teddys, Eulen, Kraken und vieles mehr.
„Für die Babys sind die Kuscheltiere einfach toll“, so Kristina Stellmach vom Netzwerk Kinderschutz und Frühe Hilfen des Landratsamtes. „Sie können mit ihren kleinen Händen die Oberfläche ertasten, die kleinen Finger können die Teddybeine oder Krakenarme greifen und die weiche Wolle fühlt sich für die Kleinsten einfach gut an.“ Auch die Eltern seien immer glücklich und dankbar über die selbst gemachten Strick- und Häkelwaren. „Wenn ich den frisch gebackenen Mamas und Papas dann auch erzählen kann, wer die Teile gemacht hat und mit wie viel Liebe und Hingabe sie entstanden sind, was gibt es Schöneres“, so Stellmach weiter.
Patrick Wagner vom ThINKA Altenburg-Nord holt die fertigen Strick- und Häkelwaren von der Altenburger Seniorin ab. „Anfangs lief das Projekt ausschließlich für Neugeborene in Nord. Durch die Kooperation mit dem Netzwerk Kinderschutz und Frühe Hilfen hat es sich jedoch schnell ausgeweitet, da die Resonanz sowohl seitens der Eltern als auch der Seniorinnen sehr positiv war.“ Wer ebenfalls Lust hat, sich an dieser wunderbaren Aktion zu beteiligen, kann seine Strick- und Häkelarbeiten für die Neugeborenen beim Netzwerkpartner ThINKA Altenburg-Nord (Stauffenbergstraße 48 in Altenburg) abgeben.
Darüber hinaus reift derzeit die Idee, Häkel- und Strick-Treffen zu organisieren. Kristina Stellmach ist im Moment auf der Suche nach Ort und Zeit, um den Seniorinnen die Möglichkeit zu geben, beim Stricken und Häkeln Gemeinschaft und Austausch zu erleben.
Kontakt
Fachdienst Jugendarbeit/Kindertagesbetreuung
Netzwerk Kinderschutz und Frühe Hilfen
Kristina Stellmach
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