Talsperre Windischleuba: Kreisverwaltung informiert über Ergebnisse der Gefährdungsabschätzung
Sind Schlamm und Sand der Talsperre Windischleuba mit Schadstoffen belastet und geht davon eine Gefahr aus? Diese Frage beschäftigt die Bürger in Windischleuba und Fockendorf. Die von der Kreisverwaltung beauftragten Bodenuntersuchungen sind nun abgeschlossen und wurden ausgewertet. Die Ergebnisse fließen in die Gefährdungsabschätzung für die Talsperre Windischleuba ein. Neben der Auswertung der Bodenproben wurde auch untersucht, ob die abgelagerten Sedimente unter Berücksichtigung der hydraulischen Verhältnisse aus dem Talsperrenbereich ausgetragen werden könnten. Landrat Uwe Melzer, der Fachdienst Natur- und Umweltschutz des Landratsamtes und die beauftragten Sachverständigen werden in einer Bürgerveranstaltung über die Ergebnisse der Gefährdungsabschätzung informieren: Dienstag, 14. April 2026, 18 Uhr, Landratsamt Altenburger Land, Landschaftssaal, Lindenaustraße 9 in Altenburg. Interessenten sind herzlich willkommen.
Hintergrund: Angenommen wird, dass beginnend in den 1950er Jahren sehr schlecht oder gar nicht geklärte Abwässer über die Pleiße aus Tex-tilbetrieben in Meerane, Crimmitschau und Gößnitz in das Staugewässer gelangten und sich die mitgeführten Stoffe an der Staumauer absetzten. Was sich über die Jahre hinweg tatsächlich in der Talsperre abgesetzt hat, ist unklar. Eine erste Historische Erkundung des von der Kreisverwaltung beauftragten Sachverständigenbüros SAKOSTA kam zu dem Ergebnis, dass mit großer Wahrscheinlichkeit im Bereich der Talsperre mit verschiedenen Schadstoffen zu rechnen ist.
